Geschichte im Advent
: Als in Rathenow der Weihnachtsbaum einfach abgesägt wurde

Weihnachtsbäume auf öffentlichen Pätzen leuchten im Advent und darüber hinaus. 2012 ist in der havelländischen Kreisstadt Rathenow als das Jahr eingegangen, in dem Unbekannte wenige Tage vor Heiligabend die Fichte auf dem Märkischen Platz fällten.
Von
René Wernitz
Rathenow
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Der Weihnachtsbaum 2021 in Rathenows Mitte: Die Fichte vor dem Kulturzentrum ist rund 15 Meter hoch und stammt aus dem Stadtforst.

Simone Weber

Ein prächtiger Weihnachtsbaum aus dem Stadtwald: Etwa 15 Meter hoch ist die Fichte auf dem Märkischen Platz in Rathenow. Sie leuchtet die Weihnachtszeit 2021  ein. Aber wie das Exemplar im Vorjahr sah auch der aktuelle Baum keinen Adventsmarkt. Corona hat das zum zweiten Mal verhindert. Indessen ist durch die jüngere Rathenower Geschichte belegt, dass nicht jeder einen Baum an der Stelle mag.

Was auch immer den bzw. die Täter dazu trieb, haben sie 2012 die damalige Fichte kurzerhand abgesägt. Laut Polizeiangaben vom 21. Dezember des Jahres fiel der Baum gegen 2.20 Uhr. Das ging einher mit einem lauten Knall, den eine Streifenwagenbesatzung gehört hatte. Kurios nur, dass niemand in dieser eigentlich so stillen Nacht die Säge gehört hatte, mit der  der etwa 30 Zentimeter starke Stamm auf einer Höhe von 1,80 Meter abgesägt worden war.

Kettensäge im Einsatz — 5.000 Euro Sachschaden

Wegen eines offensichtlich glatten Schnitts soll eine Kettensäge zum Einsatz gekommen sein. Der entstandene Schaden belief sich auf mehr als 5.000 Euro. Die meisten der 40 Kugeln waren zu Bruch gegangen.

Auch die 150 Meter lange Lichterkette hatte Schäden davon getragen. Trotz von Bürgermeister Ronald Seeger (CDU) ausgelobter Belohnung in Höhe von 500 Euro konnte nie ermittelt werden, wer den Rathenower Weihnachtsbaum  gefällt hatte.