Die Kirchen der beiden Dörfer sind nur etwa drei Kilometer (Luftlinie) voneinander entfernt. Über Jahrhunderte waren Stechow und Ferchesar benachbart. Seit Ende 2002 bilden sie eine Gemeinde. Die Wurzeln der Gemeindeteile reichen mit Sicherheit weiter zurück als nur bis zu den Ersterwähnungen im 14. bzw. 15. Jahrhundert.

Die Kirchen als Zeitzeuginnen

Ferchesar muss schon in slawischen Zeiten des Mittelalters bestanden haben, bei Stechow dürfte es sich um eine deutsche Ortsgründung handeln. Zeitzeuginnen der vorigen Jahrhunderte sind die Kirchen. Der Vorgängerbau des Gotteshauses in Ferchesar wurde im 17. Jahrhundert erstmals erwähnt. Indessen fand der Vorgängerbau der Kirche in Stechow schon im 13. Jahrhundert erstmals Erwähnung. Das dürfte zum heimatkundlichen Allgemeinwissen zählen unter den Bewohnern. Und wer hinzu zieht, wird es wohl über kurz oder lang erfahren.

Schon jetzt mehr Einwohner als 2020

Wohl auch wegen der günstigen Lage am Ostufer des Hohennauener-Ferchesarer Sees und an der Bundesstraße 188 verzeichnet die Gemeinde im Amt Nennhausen aktuell ein Einwohnerplus. Zum 27. April 2021 leben dort 902 Menschen. Das sind immerhin 25 mehr als beim Jahreswechsel. Ferchesar zählt 340 Einwohner, 562 sind es in Stechow. Die Zahlen lieferte die Nennhausener Amtsverwaltung auf Anfrage.

Neubau eines Feuerwehrhauses notwendig

Von dort stammen auch zahlreiche Informationen zu abgeschlossenen und laufenden Aktivitäten. Die bedeutendste Fusion nach der Gemeindebildung (2002) steht an. Die Freiwilligen Feuerwehren in Stechow und Ferchesar sollen zu einer gemeinsamen Wehr zusammengelegt werden. Für den dafür notwendigen Neubau eines Feuerwehrhauses mit drei Stellplätzen in Stechow wurde im Januar 2021 ein Antrag auf Gewährung einer Zuwendung gemäß der Feuerwehrinfrastruktur-Richtlinie gestellt, wie Amtsdirektorin Ilka Lenke mitteilte.

Neues Baugebiet in Stechow geplant

Für die Kita Spatzennest in Stechow wurde eine Vorab-Meldung von fördermäßigen Maßnahmen für die Richtlinie „KIP II - Kita U6“ (Bau- und Ausstattungsinvestitionen in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung) beim Landkreis Havelland im April 2021 eingereicht. Fassade, Eingangsbereich und Gruppenräume sollen saniert werden. Derweil ist in der Nähe der Feldscheune ein neues Baugebiet geplant. Der Aufstellungsbeschluss wurde bereits gefasst, so Lenke. Die genaue Anzahl möglicher Wohnbauten stehe aber noch nicht fest. Noch für 2021 ist der Umbau des Eingangsbereichs am Dorfgemeinschaftshaus geplant. Hier soll barrierefreier Zugang geschaffen werden.
Schon 2020 wurde durch den Förderverein der Stechower Dorfkirche die Friedhofsmauer erneuert. Bei der Sanierung der Sanitäranlagen im Sportlergebäude stehen noch letzte Arbeiten aus. Die Arbeiten erfolgen komplett in Eigenleistung. Initiator ist der Ballsportverein Stechow e.V.

Campingpark in Ferchesar will erweitern

Aus Ferchesar gibt es zu berichten, dass für den Bebauungsplan „Erweiterung Campingpark Buntspecht“ in 2021 ein Aufstellungsbeschluss gefasst wurde. Weitere Beschlüsse folgen in Kürze, so die Amtsdirektorin. Der Betreiber plane den Campingpark in westliche Richtung um ca. 3.000 Quadratmeter zu erweitern. Es sollen unter anderem zusätzliche Saisonstellplätze für etwa 15 Caravans entstehen.

Neue Wohnhäuser am Semliner Weg

Ein anderes Projekt ist mit dem Bebauungsplan „Semliner Weg“ angeschoben. Die Gemeinde hat dort in 2020 sechs Flurstücke verkauft. Der Bau des ersten Wohnhauses hat bereits begonnen, weitere Bauten folgen in Kürze, so Lenke weiter. Wie sie zudem berichtet, wurden 2021 drei Geschichtstafeln in Ferchesar aufgestellt. Bereits im Vorjahr wurde die Treppe zum See (vom Parkplatz Dorfstraße ausgehend - auch Bäckerberg genannt) inklusive Geländer erneuert. Zudem wurde eine Banksitzgruppe vor der Kirche errichtet, eine Initiative des Dorfkirche Ferchesar e.V.