Handball in Corona-Zeiten
: TSV Germania Milow bangt um den Saisonstart

Brandenburgische Corona-Eindämmungsmaßnahme: Auch der TSV Germania Milow leidet unter dem Verbot von Indoor-Kontaktsport.
Von
Winfrid Ganzer
Milow
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Mannschaftsbild in Corona-Zeiten: Auch der TSV Germania Milow im Westen des Landkreises Havelland sehnt die Wiederaufnahme des Indoor-Kontaktsports für Erwachsene über 27 Jahre herbei.

Winfrid Ganzer

Die Hoffnungen, die der Brandenburger Sport in die Kabinettssitzung am 11. August 2020  gesetzt hatte, waren groß. Zehntausende Aktive, die aufgrund des Verbots von Indoor-Kontaktsport für Erwachsene über 27 Jahren seit Monaten auf ihren Sport verzichten mussten, sehnten eine Lockerung der Corona-Eindämmungsmaßnahmen und damit ihr Comeback herbei. Umso schwerer wiegt nun die Enttäuschung, dass die Landesregierung diesem Wunsch nicht entsprochen und das – deutschlandweit einzigartige Verbot – bis zum 4. September verlängert hat.

Beim TSV Germania Milow, der mit den Männern und der B-Jugend die einzigen Handballmannschaften des Westhavellands zum Punktspielbetrieb gemeldet hat, gibt es einige Neuerungen. Der bisherige Coach, Christian Wernicke, hat aus beruflichen Gründen das Traineramt an Sven Hammermeister übergeben, der bisher die A-Jugend betreute. Wernicke will den Verein aber weiterhin in der Vorstandsarbeit sowie als Sponsor unterstützen.

Sven Hammermeister stehen für das Männerteam 18 Spieler zur Verfügung, davon  mit Paul Stade, Simon Göss, Nigel Hörske, Luca Utasi, Justin Marx, Kilian Bier, Maurice Wrobel und Moritz Lange gleich acht ehemalige A-Jugendspieler. Abgänge sind es keine zu verzeichnen, so das alle Leistungsträger zum Team gehören. Neuzugänge sind Michael Wilde und Max Gäde. Es wird sicherlich zur großen Herausforderung für den Trainer, aus seinem Kader ein schlagkräftiges Team zu formen. Der TSV Germania Milow hat sich nicht weniger als das Ziel gesetzt, den Kreimeistertitel der letzten Saison nun zu verteidigen.

Wenn bis zum Saisonstart die „27-Jahre-Regel“ weiterhin gelten sollte, wird es sehr schwer werden, ein konkurrenzfähiges Team auf das Parkett zu schicken und das Projekt „Titelverteidigung“ in Angriff zu nehmen.