Immobilien
: Melanie Kolbatsch setzt bei der WSI in Rhinow auf Solarimo-Mieterstrom

Die WSI verpachtet in Rhinow drei ihrer Dächer in der Straße der Jugend für 20 Jahre an die in Berlin ansässige Solarimo GmbH.
Von
René Wernitz
Rhinow
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  • Die Karte zeigt die Verteilung der Wohnungen im westlichen Havelland, die die WSI verwaltet. Rote Pins stehen für Objekte im Besitz der WWH, blaue Pins für fremdverwaltete Objekte.

    Die Karte zeigt die Verteilung der Wohnungen im westlichen Havelland, die die WSI verwaltet. Rote Pins stehen für Objekte im Besitz der WWH, blaue Pins für fremdverwaltete Objekte.

    Wernitz
  • Am Unternehmenssitz in der Straße der Jugend 17 in Rhinow: Geschäftsführerin Melanie Kolbatsch (mi.) mit Aufsichtsratschefin Ilka Lenke und WSI-Mitarbeiter Stefan Schneider.

    Am Unternehmenssitz in der Straße der Jugend 17 in Rhinow: Geschäftsführerin Melanie Kolbatsch (mi.) mit Aufsichtsratschefin Ilka Lenke und WSI-Mitarbeiter Stefan Schneider.

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Zukunftsweisend könnte ein Projekt der Westhavelländischen Service- und Immobilien GmbH (WSI) sein, dessen Planung 2020 begann. Die WSI verpachtet drei Dächer in der Straße der Jugend für 20 Jahre an die in Berlin ansässige Solarimo GmbH. Schon ab Frühjahr 2021 soll Solarstrom in die Haushalte fließen.

Laut WSI-Geschäftsführerin Melanie Kolbatsch habe die Firma vertraglich zugesichert, dass die Ersparnis der Mieter bei bis zu 15 Prozent liegt. Auf der Solarimo-Website steht allgemein: „Wir planen, errichten und betreiben Photovoltaikanlagen auf Mietimmobilien. An die Mieter verkaufen wir günstigen grünen Strom direkt vom eigenen Dach – den sogenannten Mieterstrom. Von Vermietern halten wir jeden Aufwand fern!“

680 Wohnungen im Bestand

Die WSI verwaltet die Wohnhäuser in der Straße der Jugend im Auftrag der Wohnungsgesellschaft Westhavelland (WWH). Dort ist auch der Unternehmenssitz. Insgesamt befinden sich 680 Wohnungen im Bestand, der sich über  die Ämter Rhinow und Nennhausen sowie die Gemeinde Milower Land verteilt. Nicht alle befinden sich im WWH-Besitz. Einige Immobilien werden im Auftrag anderer Eigentümer verwaltet.

Leerstandsquote gesenkt

Laut Angaben von Kolbatsch, die 2018 Geschäftsführerin wurde, sei die Leerstandsquote in zwei Jahren von 12,23 auf aktuell 9,11 Prozent gesunken. Gegenwärtig werde die Region insbesondere für Berliner interessanter, die aber Wohnungen im Amt Nennhausen bevorzugen. Grund sei die Regionalbahnanbindung.

Lob von Aufsichtsratschefin

Weiterhin besteht teils erheblicher Sanierungsstau im Bestand, der seit 2018 in kleinen Schritten abgebaut werde, so Ilka Lenke, Nennhausener Amtsdirektorin und Vorsitzende des achtköpfigen Aufsichtsrats. In dieser Funktion folgte sie  2020 Oliver Menzel nach, der im Sommer verstorben ist. Lenke lobt die bisherige Arbeit der Geschäftsführerin.

Tochtergesellschaft der WWH

Die Westhavelländische Service- und Immobilien GmbH (WSI) besteht seit 2003 und ist alleiniges Tochterunternehmen der 1993 gegründeten Wohnungsgesellschaft Westhavelland (WWH) mit Sitz in Rhinow. Gesellschafterinnen sind die Ämter Rhinow und Nennhausen sowie die Gemeinde Milower Land.

Im Unternehmen beruflich aufgewachsen

Im Unternehmen hatte Melanie Kolbatsch den Beruf der Kauffrau für Grundstücks- und Wohnungswirtschaft erlernt. Ehe sie Geschäftsführerin wurde, war sie als Prokuristin tätig gewesen. Bei der täglichen Arbeit wird sie seit unterstützt durch Stefan Schneider, der für technische Belange zuständig ist. Die WSI in der Straße der Jugend beschäftigt daneben sieben weitere Mitarbeiter, davon drei Haushandwerker.