631 Quadratmeter groß ist ein leeres Baugrundstück in der Berg-/Ecke Wilhelm-Külz-Straße. Besitzerin ist die Kommune, die es zuletzt ausgeschrieben hat. Beim Verkauf würde das Höchstgebot den Zuschlag erhalten. Bevorzugt werden aber Gebote zum Abschluss eines Erbbaurechtsvertrags. Das hat einen guten finanziellen Grund.
In der Ausschreibung ist von 110 Euro pro Quadratmeter die Rede, die dem aktuellen Bodenrichtwert entsprechen würden. Daher stellen bei Kaufabsicht 69.410 Euro das Mindestgebot dar. Indessen beliefe sich der Erbbauzins auf jährlich 4 Prozent von dieser Summe: Das wären 2.776,40 Euro. Wie bei Verkauf erhält auch bei Erbaupacht der Meistbietende den Zuschlag.

Mindestens 249.876 Euro bei 90-jähriger Laufzeit

Der immense fianzielle Vorteil eines Erbbaupachtvertrags gegenüber dem Verkauf resultiert aus 90-jähriger Vertragslaufzeit. Hierbei winkt Rathenow bis zum Jahr 2112 eine Gesamteinnahme von mindestens 249.876 Euro.
Da nie verkauft, könnte die Stadt ab dem Jahr wieder frei über das Grundstück verfügen. Bis dahin kann das Erbbaurecht des Vertragspartners in jeglicher Form (Verkauf, Vererbung etc.) übertragen werden. So wäre es auch bei einem 532 Quadratmeter großen Baugrundstück im Meisenweg, das die Kommune im Oktober 2021 ausgeschrieben hatte. Bislang kam aber kein Vertrag zustande. Das Prozedere läuft auf eine erneute Ausschreibung hinaus.
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