Im westhavelländischen Elslaake  im Amt Rhinow werden Grundstücke zu Tiefstpreisen von rund 6 Euro pro Quadratmeter gehandelt. Derweil werden in Falkensee und Dallgow-Döberitz  Höchstpreise von 380 bis 460 Euro/qm erzielt. So geht es aus den aktualisierten Bodenrichtwerten für den Landkreis hervor.

Gutachterausschuss ermittelte die neuen Zahlen

Der aus 21 Experten bestehende havelländische Gutachterausschuss hat 1.018 Kauffälle des Jahres 2020 (Stichtag 31.Dezember) sowie 3.496 Käufe aus den Jahren davor statistisch analysiert. Im Ergebnis wurden 598 Bodenrichtwerte für baureifes Land, land- sowie forstwirtschaftliche Flächen und sonstige Flächen neu ermittelt.

In Rathenow bis zu 95 Euro pro Quadratmeter

Dem Ergebnis der Analyse zufolge wurden im westlichen Havelland die Bodenrichtwerte für baureifes Land um bis zu 20 Prozent angehoben. In Rathenow beträgt der Richtwert für gefragte Einfamilienhauslagen nun bis zu 95 Euro/Quadratmeter, in Premnitz oder Milow bis zu 60 Euro/Quadratmeter.

Höchstpreise in Dallgow-Döberitz und Falkensee

 Mit sechs Euro/Quadratmeter liegen die niedrigsten Bodenrichtwerte des Landkreises im Ortsteil Elslaake der Gemeinde Seeblick. Die höchsten Werte befinden sich in der Gemeinde Dallgow-Döberitz sowie der Stadt Falkensee mit 380 bis 460 Euro/Quadratmeter.

Nauen und Ketzin/Havel nähern sich Preisen des Berliner Umlands an

In den Stadtgebieten von Nauen und Ketzin/Havel sind die Bodenrichtwerte von gefragten Baugrundstücken im Schnitt um 25 bis 30 Prozent gestiegen und nähern sich damit bei den Baulandpreisen den Zahlen des Berliner Umlands an. In Ketzin/Havel liegt der Richtwert für individuelles Wohnbauland nun bei 220 bis 240 Euro/Quadratmeter und in Nauens Süden oder Westen bei 280 bis 310 Euro/Quadratmeter.
Alle aktuellen Bodenrichtwerte sowie genauere Aufstellungen  sind online auf www.boris-brandenburg.de zu finden.