Kurdistan & Palästina: Graffiti: Politische Parolen im Rathenower Bahnhof gesprüht

Graffiti mit politischen Botschaften in der Unterführung des Rathenower Bahnhofs.
privatPalästina etwa ist ein völkerrechtlich besonderer Fall. In der DDR geborene Leute werden sich an die Solidarität des sozialistischen Staats mit der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) erinnern. Im Dezember 1988 hatte die DDR den kurz zuvor von der im Exil operierenden PLO ausgerufenen Staat der Palästinenser anerkannt. Dieser umfasst das Westjordanland und den Gazastreifen mit Ostjerusalem als palästinensischer Hauptstadt. Innerhalb der Vereinten Nationen überwiegen jene Staaten deutlich, die Palästina ebenso anerkannt haben. Laut Wikipedia waren das bis 1990 schon fast 100. Inzwischen sind es 137 von 193.
Als die DDR im Oktober 1990 der der BRD beitrat änderte sich die politische Windrichtung auch hinsichtlich der völkerrechtlichen Anerkennung Palästinas. Denn die Bundesrepublik Deutschland hat Palästina nie offiziell anerkannt. Die Hintergründe wurden durch den Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages in einer Ausarbeitung ausführlich erläutert.
Indes stellt das Graffiti in der Unterführung des Rathenower Bahnhofs auch für den westhavelländischen Landtagsabgeordneten Christian Görke (Die Linke) nur ein Ärgernis dar. Wie er per Pressemitteilung am Mittwoch wissen ließ, sei für ihn das unverzügliche Entfernen die richtige und konsequente Antwort auf die jüngsten Graffiti–Schmierereien. „Deshalb habe ich mich mit einer diesbezüglichen Aufforderung an den Vorstand der DB Station & Service AG gewandt“, so Görke.
Die Erfahrungen aus der Vergangenheit in der Stadt Rathenow mit illegalen Graffiti hätten gezeigt, dass schnelles Entfernen ein wirksamer Weg sei, Graffiti–Schmierer davon abzuhalten, weiterhin ihr Unwesen zu treiben. „Schließlich sind die Schmierereien unakzeptabel, auch wenn sie vermeintlich politische Botschaften enthalten. Illegale Graffiti sind nicht nur ein Ärgernis, sondern stellen auch eine Sachbeschädigung dar“, so der Linke–Politiker.