Segelflieger wissen die günstigen Winde am Gollenberg in Stölln zu nutzen. Ein Wegbereiter dieses Sports und auch der Luftfahrt lernte schon Ende des 19. Jahrhunderts die Vorzüge kennen. Allerdings wurde Otto Lilienthal am 9. August 1896 eine Böe zum Verhängnis.
Der flugtechnische Visionär stürzte mit seinem Gleiter ab, verletzte sich schwer und starb am Tag danach in einem Berliner Krankenhaus. Das jährt sich nun zum 125. Mal. Stölln ehrt Lilienthal erneut mit einem Fest.

Gefeiert wird am 8. August 2021

Das Otto-Lilienthal-Fest 2021 wird am Sonntag, 8. August, am und um den Gollenberg gefeiert. Am Vortag, um 9.15 Uhr, wird dort der Lilienthal-Lauf gestartet. Anmeldungen dafür erfolgen hier.
Das Festgeschehen beginnt am Sonntag um 12.30 Uhr mit einer Kranzniederegung am Gedenkstein für Otto Lilienthal. Neben der Iljuschin (IL) 62, ein 1989 gelandetes Geschenk der damaligen DDR-Airline Interflug, wird Autor Björn Kiefer um 14.00 Uhr sein Buch „Die Segelflugschule Rhinow - Pilotenschmiede am Absturzort von Otto Lilienthal“ vorstellen und daraus lesen. Um 15.00 Uhr steht eine Silly-Coverband auf der Tragfläche des Flugzeugs und gibt ein Konzert.

Segelflieger in Stölln - die wahren Erben Lilienthals

Im Rahmenprogramm können sich Kinder schminken lassen oder in einem Feuerwehrauto mitfahren. Es gibt zudem ein Drachenfliegertreffen. Und auch der Flugsportverein „Otto Lilienthal“ Stölln/Rhinow leistet wieder einen Beitrag. Gäste können in Segelflugzeugen mitfliegen.
Der Verein wurde 1990 gegründet. Heute gehören ihm rund 150 Mitglieder an. Vorsitzender ist Johannes Hille. Die wahren Erben Lilienthals sind Eigentümer und Halter von insgesamt acht Flugzeugen, darunter ein Motorsegler.