Nach Einsturz bei Wittstock: Sebastian Steineke fordert Windrad-TÜV

Havelländisches Windrad bei Tremmen.
René WernitzNach Absturz des Windrads waren Teile wie Rotor, Nabe und Flügel meterweit auf einem Feld verteilt. Verletzt wurde niemand. Aus dem Vorfall resultierend fordert der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke, gewählt in Ostprignitz-Ruppin und im Havelland rund um Nauen, nun Konsequenzen: „Windräder müssen regelmäßig vom TÜV geprüft werden!“
Momentan seien präventive Kontrollen von Windrädern nicht verpflichtend vorgeschrieben. „Im Prinzip finden Überprüfungen bislang in der Praxis nur anlassbezogen und in bestimmten Intervallen durch externe Wartungsunternehmen statt“, so Steineke in einer Pressemitteilung zum Thema. Es gebe aber keine von staatlicher Seite verpflichtenden Kontrollen. Das Problem abfallender Rotorblätter oder anderer Materialteile bei Windrädern sei bundesweit gesehen nicht neu.
„Aufgrund des hohen Risikos, insbesondere für die umliegenden Kommunen, ist eine Pflicht zur Überprüfung der Anlagen zwingend geboten,“ fordert nun der CDU-Bundespolitiker. In dem Zusammenhang bekräftigte er noch mal seine Forderung nach höheren Mindestabständen von Windkraftanlagen zu Wohnbebauung. „Gerade der Fall in Groß Haßlow hat gezeigt, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht. Auch der Umfang des stetigen Zubaus muss hierbei überdacht werden. Wir müssen die Anwohner vor möglichen Gefahren schützen“, so Steineke, der seine Forderung zeitnah Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sowie der brandenburgischen Landesregierung vortragen will.