Die Renaturierung von Uferabschnitten an der Unteren Havel zwischen Pritzerbe und Havelberg ist Leuchtturm-Projekt des Naturschutzbundes (NABU) Deutschland. Aktuell leuchtet es ein ähnliches Projekt an der Aller im Landkreis Verden ein. Schon 2006 kam die Stadt Premnitz auf den Geschmack.

Grubenlanke von Verlandung bedroht

Im Premnitzer Ortsteil Mögelin drohte die Grubenlanke, ein früherer Altarm der Havel, zu verlanden. Premnitz wollte daher vom 2005 offiziell gestarteten NABU-Renaturierungs-Projekt partizipieren. Denn ein wesentliches NABU-Ziel war und ist die Reaktivierung von Havel-Altarmen zwischen Pritzerbe und Havelberg. Erstmals befasste sich die Premnitzer Stadtverordnetenversammlung im Jahr 2006 mit dem Thema.

Projekt in Eigenregie realisiert

Da aber das vom Bund zur Verfügung gestellte Geld nicht für die Grubenlanke ausreichte, realisierte Premnitz das Projekt nun in Eigenregie, zu 100 Prozent gefördert durch die Investitionsbank des Landes Brandenburg. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 1,4 Millionen Euro. Start war 2020. Am Montag, 14. Juni 2021, wird vor Ort an der Grubenlanke (Kahnhafen Mögelin) das Projekt-Ende feierlich begangen.

Vorbildwirkung für Aller-Projekt

Indessen hat der Landkreis Verden (Niedersachsen) 2020 beschlossen, den Fluss Aller im Kreisgebiet zu renaturieren. Beispielgebend ist hier das Projekt an der Havel. Der NABU ist Projektpartner. Im Verdener Kreistag muss im Juli noch der Weg für Grundstücksankäufe und Flächentausch freigemacht werden. Die Kreisverwaltung geht derweil davon aus, dass seitens des Bundes die Bewilligung des Projekts noch im Sommer erfolgt.