Premnitz feierte: Schlager, DJs, bayrische Gaudi und eine Königin
Zu seinem ersten Bierfassanstich brauchte Ralf Tebling nur zwei Hammerschläge. Nach Eröffnung des Festes mit dem Spielmannszug des TSV Chemie Premnitz stellte der Bürgermeister die 11. Havelländer Erntekönigin Lea Worf und die Landbotin Inka Fähling vor. Am 1. September ist die „Stadt voller Energie“ erstmals Gastgeber des Havelländer Erntefest im MAFZ Paaren/Glien.
Zur Party mit Stimmungsliedern, Schlagern und Pop mit der „Express–Partyband“ kamen einzelne Besucher in zünftiger Tracht. An der Wasserbühne trafen sich vor allem die jungen Gäste. Hier legte das Rathenower DJ–Team „DoPPelhousehälfte“ auf. Für die Lasershow sorgte „Sounds Power“ aus Rathenow. Unter den vielen Rummel–Fahrgeschäften konnten die Besucher, neben dem Riesenrad, auch die zwei neuen Attraktionen mit „Adrenalin–Schock–Garantie“ testen. Beim „Street Fighter“ lenkten die Fahrgastgondeln seitlich bis auf eine Höhe von zirka 22 Meter aus. Am „Rocket Star“ führte die einheitliche große Fahrgastgondel eine „gemütlichere“ kreisende Bewegung um den eigenen Schwerpunkt aus
Das Programm mit Klatschreporter Ecki am Samstagnachmittag eröffnete Robert König mit seiner Roland–Kaiser–Show. Seit über 15 Jahren macht der bei Freiberg (Sachsen) lebende Sänger Musik und tourt seit rund zwei Jahren mit den Liedern des seit Jahrzehnten erfolgreichen Schlagersängers durch Deutschland. Roland Kaisers Klassiker „Joana“ oder „Dich zu lieben“ gehören natürlich auch zum Repertoire Robert Königs. Der Titel „Wenn die Sterne tanzen“ ist einer seiner eigenen, der ursprünglich auch für Roland Kaiser geschrieben wurde. Zum Duett „Warum hast du nicht nein gesagt“ mit Maite Kelly holte Roland König eine glückliche Zuschauerin auf die Bühne, die das Stück playback mitsang. Mit „O sole mio“ wurde es danach etwas klassischer. Ecki kündigte den musikalischen Höhepunkt des diesjährigen Uferfestes für viele Besucher an. Nicht einen oder zwei Tenöre luden die Veranstalter ein. Zum 3. Uferfest sangen natürlich die „3 jungen Tenöre“. Ilja, Bartek und Matthias interpretierten populäre Schlager wie „Die Capri Fischer“. „Feiern bis der Arzt kommt“, lautete das Motto der Berliner Partyband „Roof Garden“, die am Abend auf der Wasserbühne mit DJ Enrico & Björn für Stimmung sorgten, bevor 22.30 Uhr über der Havel das Feuerwerk stimmungsvoll das Fest bereicherte.
„Das Premnitzer Stadtfest hat an der Uferpromenade eine tolle neue Heimat gefunden“, so Wolfgang Stampehl aus Rathenow. „Die Örtlichkeit ist viel einladender als bei den früheren Festen am Dachsberg.“ Am Sonntagvormittag blies das Blasorchester Premnitz zum Frühschoppen mit anschließendem Oktoberfestbrunch samt Grillschwein aus Schmetzdorf. Das traditionelle Familienprogramm auf der BUGA–Bühne mit Hoffi & Carsten gestalteten wieder Kinder, Jugendliche und Künstler aus der Region.
Am Vormittag des letzten Tages startete auch, als Nachfolger des früheren Turmlaufs, der 2. Uwe–Kanty–Gedenklauf für verschiedene Altersklassen über insgesamt vier verschiedene Distanzen.


