Selbst Sternfreunde zwischen Rhinow und Rathenow, die sonst einen stockdunklen Himmel lieben, können sich der besonderen Faszination einer Vollmondnacht nicht entziehen. Das Licht der Nacht scheint dann so hell, dass ein romantischer Spaziergang auch ohne Taschenlampe problemlos möglich ist. Besonders mit einem Teleskop lohnt der genauere Blick auf unseren kosmischen Nachbarn. Doch wie entstehen überhaupt die Mondphasen?

Ständige Änderung des Winkels zur Sonne

In jeder Nacht sieht der Mond anders aus, denn er umrundet die Erde innerhalb von etwa vier Wochen und ändert dabei ständig seinen Winkel zur Sonne. Steht der Neumond zwischen Erde und Sonne, schauen wir auf seine unbeleuchtete Nachtseite, so dass er sich unsichtbar am Taghimmel neben der Sonne befindet. Bei Vollmond dagegen steht die Erde in der Mitte, und die voll beleuchtete Tagseite des Mondes ist die ganze Nacht über für uns zu sehen. Dazwischen durchläuft der Mond alle Phasen von ein bis 99 Prozent Beleuchtungsgrad.

Immer nur eine Seite zu sehen

Übrigens sehen wir immer nur eine Seite des Mondes, weil er sich genauso schnell um die Erde dreht, wie er für seine eigene Rotation benötigt - eine sogenannte gebundene Rotation. Krater und andere Mondformationen sind am besten an der Tag-Nacht-Grenze zu erkennen, dem Terminator. Dort entstehen durch den Schattenwurf plastische, dreidimensionale Effekte, wobei die Oberflächenformationen deutlich hervor treten.

Kontinente auf der Mondoberfläche

Bei Vollmond hingegen verschwinden viele Details. Dagegen sieht der Beobachter sehr gut die großflächigen hellen und dunklen Gebiete. Die hellen Flächen werden Terrae genannt - Kontinente. Das sind sehr alte, kraterreiche Regionen. Die dunklen Gebiete sind jünger und wurden nach sehr großen Einschlägen von anderen Himmelskörpern mit aufsteigender dunkler Lava gefüllt. Dadurch sind dort nur wenige große Krater zu finden. Früher hielten die Menschen sie für Meere, daher wurden sie als Mare bezeichnet.

Nächster Vollmond am 28. März

Im Frühjahr steigt der Mond nach der Neumondphase allabendlich schnell in große Höhen, so dass ab dem 14. März bei gutem Wetter sehr gut die täglich dicker werdende Mondscheibe beobachtet werden kann. Am 28. März ist schließlich die Vollmondphase erreicht, und anschließend zieht sich der Mond schnell vom Abendhimmel zurück. Der Beobachter muss auf die unbequemeren Morgenstunden ausweichen.

Tag der Astronomie 2021 widmet sich dem Erdtrabanten

Am Samstag, 20. März, findet der bundesweite Tag der Astronomie 2021 statt, der sich diesmal dem Erdtrabanten widmet. Wegen der Corona-Pandemie wird er wohl größtenteils virtuell stattfinden. Ob es im Naturparkzentrum in Milow eine Veranstaltung zu Ehren des Mondes geben wird,  sollten Interessierte unter 03386/211227 oder per E-Mail an npz@nabu-westhavelland.de erfragen.