Jutta Schütze wird 90. Am 21. Februar 1932 als Tochter des Schiffers Hermann Tilgner und dessen Frau Frida in Breslau (Schlesien) geboren, führte der Lebensweg im Jahr 1949 nach Luckenwalde. Dort lernte die Damen- und Herren-Schneiderin Horst Schütze kennen, der 1960 den Posten des Stadtwerkechefs in Rathenow antreten sollte. Das Ehepaar übersiedelte ins westliche Havelland. Ihre eigentliche Berufung entdeckte Jutta Schütze als Endfünfzigerin erst nach der politischen Wende in der DDR.

Tierschutzverein Rathenow und Umgebung e.V. noch zu DDR-Zeit gegründet

Am 17. August 1990, also noch zu Zeiten der DDR, gehörte sie zu den Gründern des Tierschutzvereins Rathenow und Umgebung e.V. Diesem wurde seitens der Stadt im April 1993 ein 12.000 Quadratmeter großes Gelände in der Bammer Landstraße 33c pachtfrei zur Verfügung gestellt. Das steht am Anfang des Tierheims, das der TSV mit Schütze an der Spitze seither betreibt.
Laut Angaben des Landesverbands wurde Jutta Schütze im Jahr 1995 zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt und hatte diese Funktion bis 2018 ausgeübt. Als ein wichtiger Unterstützer ihres Engagements agiert Ehemann Horst. 2021 haben beide den Rathenower Bürgerpreis erhalten.

Jutta Schütze ist „tierschützerisches Vorbild“

„Frau Schütze hat sich um die Entwicklung des Tierschutzes sowohl auf politischer als auch auf praktischer Ebene besonders im Land Brandenburg äußerst verdient gemacht“, lobt Rico Lange und bezeichnet sie als „tierschützerisches Vorbild“.
Ins gleiche Horn stößt die Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbunds und Ehrenvorsitzende des brandenburgischen Landestierschutzverbands, Renate Seidel. Sie betont, dass Jutta Schütze Initiatorin, Motor und Impulsgeberin für die Tierschutzarbeit und Weiterentwicklung des praktischen Tierschutzes sowohl in ihrem Verein mit vorbildlichem Tierheim als auch auf politischer Ebene in der Stadt Rathenow und im Landkreis Havelland sei.

Lob für Kastrations- und Kennzeichnungsverordnung in Premnitz

Ihrerseits hat Jutta Schütze zuletzt gegenüber BRAWO die Stadt Premnitz für ihre Katzenkastrations- und Kennzeichnungsverordnung gelobt, die seit Anfang des Jahres 2021 für alle Katzen mit Zugang ins Freie gilt (Freiläufer). Bei Zuwiderhandlungen drohen den Haltern Bußgelder bis zu 300 Euro. Mit dieser Initiative nach dem sogenannten Paderborner Modell steht Premnitz auch 2022 allein im Landkreis Havelland da.