Katzen mit Freigang müssen in der Stadt Premnitz kastriert und gekennzeichnet sein. Per Verordnung hat die Kommune vor einem Jahr diesen Schritt unternommen und befindet sich noch immer auf Kreisebene in der Vorreiterrolle. Nirgends sonst im Havelland besteht eine solche Kastrations- und Kennzeichnungsverordnung nach dem sogenannten Paderborner Modell. Bei Zuwiderhandlung droht ein Bußgeld von bis zu 300 Euro.
Ginge es nach dem Tierschutzverein Rathenow e.V., der im westlichen Havelland zuständig ist, würden auch andere Kommunen dem Beispiel folgen. Da das noch nicht der Fall ist, werden aktuell nur Katzenbesitzer in Premnitz vom Tierschutzverein aufgerufen, auch 2022 die Katzen mit Freigang kastrieren und kennzeichnen zu lassen.

Überpopulation bei Katzen in Premnitz verhindern

Durch ungewollten Kontakt zu unkastrierten, wildlebenden Katzen oder durch den Kontakt zu anderen unkastrierten Katzen, die Besitzer haben, entsteht vielfach ungewollter Nachwuchs, „der nicht selten ausgesetzt oder unter ärmlichen Bedingungen sich selbst überlassen wird“, wie es seitens des von Jutta Schütze geführten Vereins heißt.
Kastration sei der einzige Weg, um unkontrollierte Vermehrung und damit auch Überpopulation zu vermeiden. Zudem sei auch die Kennzeichnung wichtig, denn nur so könne eine Kastration überprüft und bei Abgabe oder Fund das Tier seinem Halter schnell zugeordnet und zurückgegeben werden.

Finanzielle Förderung von Kastration und Kennzeichnung

Die Stadt Premnitz fördert die Maßnahmen durch finanzielle Zuschüsse. Bei Kennzeichnung gibt es 10 Euro, bei Kastration und Kennzeichnung von männlichen Tieren gibt es 25 Euro und 35 Euro bei weiblichen Tieren. Anträge und Auskünfte dazu erhalten die Katzenhalter im städtischen Ordnungsamt unter 03386/259130 oder 03386/259270.