Unser Dorf hat Zukunft
: Garlitz hat es jetzt urkundlich

Das schöne und kulturell ambitionierte Dorf Garlitz in der Gemeinde Märkisch Luch des havelländischen Amtes Nennhausen wurde auf der Grünen Woche in Berlin ausgezeichnet.
Von
Simone Weber
Berlin/Garlitz
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"Unser Dorf hat Zukunft": Fünf Garlitzer mit Ortsvorsteherin Gudrun Lewwe (li.), Gemeindebürgermeister Andreas Tutzschke (re.), der Amtsdirektorin Ilka Lenke (2.v.re.) und  soeben erhaltener Urkunde auf der Bühne.

Weber

Garlitz war zunächst auf Kreisebene zu Lorbeeren gelangt, anschließend auf Landesebene und letztlich im Bundesfinish. Unter den  zum Schluss beteiligten 30 Dörfern wurden sieben Mal Bronze, 15 Mal Silber und acht Mal Gold vergeben. Den Preisträgern gratulierte Julia Klöckner (CDU), Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, nacheinander auf der Bühne.

„Ohne lebendige ländliche Regionen sehen wir alle alt aus. Das Ehrenamt ist vor allem auch auf dem Land zuhause. Dörfliches Leben ist bunt, vergnügt und vielseitig“, so die Ministerin in ihrer Festrede, die selbst in einem aufgewachsen war. „Alle packen mit an, wenn es darum geht, die eigene Heimat noch lebenswerter zu machen. So hat sich auch der Wettbewerb ab 1961 von einem Schönheitswettbewerb seit 1998 zu einem Engagement–Preis entwickelt.“

Die offizielle Urkunde für einen der Silber–Preise und den Sonderpreis „Kultur im Dorf“ überreichte danach Klöckners parlamentarischer Staatssekretär, der Bundestagsabgeordnete Uwe Feiler (CDU), dessen Heimatdorf das westhavelländische Spaatz ist.

„Die Garlitzer stellen nicht nur Forderungen. In Garlitz wird angepackt. So wurden über die Jahre schon viele Projekte durch beharrliches ehrenamtliches Engagement umgesetzt. Die Wettbewerbsteilnahme hat da noch mal einen Schub gegeben und eine breite Diskussion zur weiteren Entwicklung ihres Dorfs unter den Garlitzern in Gang gesetzt“, meinte Gemeindebürgermeister Andreas Tutzschke. Auch Landrat Roger Lewandowski, Nennhausens Amtsdirektorin Ilka Lenke und die Bundestagsabgeordneten Sebastian Steineke (CDU), Kirsten Tackmann und Anke Domscheit–Berg (Die Linke) waren der Einladung zum Festakt gefolgt.

Nach dem offiziellen Teil der Preisverleihung und einem warmen Buffet zeigten einige der Siegerdörfer noch musikalische und künstlerische Beiträge. Für Garlitz führte die kostümierte Gruppe „Amiga“ einen Tanz zum Dschinghis–Khan–Song Moskau“ und dem russischen Volkslied „Kalinka“ auf — beides Bestandteile des aktuellen Programms des Garlitzer Carnevalclubs.

Zum Titel „Ein Hoch auf uns“ versammelten sich noch einmal alle Musiker und Tänzer der Siegerdörfer, die das Kulturprogramm gestalteten, und danach wurde gemeinsam gefeiert und getanzt. Auch Jury–Vorsitzender Reinhard Kubat, Landrat im hessischen Waldeck–Frankenberg, hatte seinen Spaß unter rund 3.000 Gästen.