Wochenmarkt in Rathenow: Ab Mittag gähnende Leere auf Märkischem Platz

Am vorigen Mittwoch war der Wochenmarkt zur Mittagszeit beinahe menschenleer.
WeberOb wegen des angekündigten reduzierten Angebots oder wegen der zwischenzeitig weiter verschärften Corona–Eindämmungsmaßnahmen: Gegenüber der Vorwoche besuchten am 25. März deutlich weniger Menschen den Markt. Schon zur Mittagszeit war der Märkische Platz zeitweise annähernd menschenleer.
In den Vormittagsstunden hatten die meisten Besucher die Vorgaben beherzigt und an den Ständen Abstand zum jeweiligen Vordermann gehalten. Allerdings standen weit weniger Leute in den Schlangen als es vormals der Fall war.
„Ja, es kommen deutlich weniger Kunden, aber noch verkaufen wir. Die wenigen Menschen kommen gezielt und kaufen auch teilweise etwas mehr als sonst“, so ein Apfelhändler. „Ich staune, dass immer noch so viele ältere Menschen, die zur Risikogruppe gehören, auf den Markt gehen“, kommentierte ein jüngerer Rathenower, der gerade für eine ältere Dame frisches Obst und Gemüse einkaufte.
Inzwischen bringt die Stadtverwaltung Leute zusammen, die Unterstützung bieten bzw. Einkaufshilfe benötigen. Kontaktstelle ist das Rathaus, das eigens dafür Infoanschlüsse unter 03385/596300 und 03385/596301, montags bis freitags von 8.30 bis 18.00 Uhr, geschaltet hat. "In diesen schweren Zeiten braucht Rathenow dringend Solidarität und Zusammenhalt“, wie es bei Start der Aktion aus der Stadtverwaltung hieß.
Noch können viele mobile Senioren auf Einkaufshilfen verzichten und sich selbst versorgen. Etwa indem sie weiterhin den Wochenmarkt besuchen, wobei sie Stoßzeiten meiden sollten. Der Markt hat schließlich bis 16.00 Uhr geöffnet. Derweil dürfte in der Ü65 der Hilfebedarf erheblich steigen, sollten sich Kontaktverbote und Ausgangssperren tatsächlich auf ältere Mitmenschen beschränken, damit für die U65 der Arbeitsalltag wieder anrollen kann. Gegenwärtig nimmt auf Bundesebene die kontroverse Diskussion über Exit–Strategien an Fahrt auf.