Ab Anfang 2022 wurden auf der seit etwa 30 Jahren brach liegenden Fläche zwischen Körgraben sowie Reihenhäusern und privat vermietetem Wohnblock in der Puschkinstraße verfallene Gebäude abgerissen: das ehemalige Feuerwehrgebäude mit dem Schlauchturm, die Schießhalle sowie das ehemalige ROW-Heizhaus mit dem Schornstein, der Mitte März gesprengt wurde. Die Investoren, Michael Lieberkühn und sein Sohn Patrick, planen dort die Errichtung des „Wohnparks am Körgraben“ - acht Mehrfamilienhäuser mit insgesamt rund 150 Mietwohnungen, zusammen mit einem öffentlichen Grünzug entlang des Körgrabens zwischen Berliner Straße und Am Körgraben. Vater und Sohn führen die Lieberkühn Geschäftsführungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH Berlin.

Wohnpark soll auch für Berliner attraktives Angebot sein

Michael Lieberkühn hat in Rathenow bereits ein bauliches Achtungszeichen gesetzt. Er entwickelte das Golfresort Semlin. „Durch einen Berliner Makler bekamen wir das Grundstück am Körgraben angeboten. Nach einem Vor-Ort-Termin mit einem Architekten und Gesprächen mit der Stadt kauften wir das Grundstück, um hier Mitwohnungen zu bauen“, erzählt Michael Lieberkühn. „Die Fläche ist zentrumsnah. Und mit dem Wachsen des Speckgürtels um Berlin wollen wir auch Berlinern ein attraktives Angebot machen, um nach Rathenow zu ziehen. Der Bedarf dafür ist da.“ Insgesamt etwa 25 Anfragen interessierter Leute sollen bereits vorliegen. Mietanfragen sammelt das Ingenieur- und Planungsbüro Hirt im Friedrich-Ebert-Ring 91. Die Entwurfsunterlagen zur Bauleitplanung liegen bis 1. Juli 2022 im Rathaus (Zimmer E 09) zu jedermanns Einsicht öffentlich aus.

Premnitz

Plan für Einfamilienhäuser war 2006 gescheitert

Bereits 2006 gab es erste Pläne zur Bebauung der 2,3 Hektar großen Brachfläche durch einen privaten Investor. Es sollten mehr als zwei Dutzend Einfamilienhäuser entstehen. Daraus wurde nichts, und die Stadt hob den rechtskräftigen Bebauungsplan auf. Auch eine Überarbeitung der 2006er Pläne scheiterte (2011). Die Stadt hatte ihrerseits das Ziel, auf dieser Fläche einen öffentlichen Grünzug zu gestalten. Dafür fehlte aber das notwendige Geld. siw