103. Geburtstag in Angermünde: Dora Voß ist die älteste Angermünderin – so geht es ihr

Glückwünsche zum Geburtstag: Dora Voß feiert im AWO-Seniorenheim am Stadtwall Angermünde ihren 103. Geburtstag. Bürgermeisterin Ute Ehrhardt (r.) überbringt Blumen und Glückwünsche der Stadt. Mitbewohnerin Ute Heese steht der Seniorin zur Seite.
Daniela Windolff- Dora Voß feiert ihren 103. Geburtstag im AWO-Seniorenheim Angermünde.
- Bürgermeisterin Ute Ehrhardt gratuliert mit Blumen.
- Voß ist die älteste Einwohnerin von Angermünde.
- Ihr Sohn und Tochter feiern mit Kuchen und Sekt.
- Voß möchte nicht über ihr Alter sprechen, genießt jedoch die Feierlichkeiten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
So viele Geburtstagskerzen passen gar nicht mehr auf eine Torte. Aber Dora Voß möchte ohnehin nicht mit ihrem Alter konfrontiert werden. „103 Jahre? So alt bin ich nicht!“, sagt die Seniorin entschieden. Sie zählt nicht mehr ihre Jahre, freut sich aber über diesen besonderen Tag, ihren Geburtstag, der ihr im AWO-Senioren-Zentrum „Am Stadtwall“ in Angermünde vom Heim-Team, den Mitbewohnern und ihrer Familie bereitet wird.
Sogar die Angermünder Bürgermeisterin Ute Ehrhardt, die „Stadtmutter“, wie die Seniorin schmunzelnd bemerkt, kommt zum Gratulieren. Schließlich ist so ein Jubiläum nicht alltäglich. Zwar ist Dora Voß nicht die einzige 100-Jährige in Angermünde, aber aktuell die älteste Einwohnerin.
Seit 2015 lebt sie im AWO-Pflegeheim in Angermünde. Eigentlich kommt sie aus Gartz. Dort hatte sie zu DDR-Zeiten als Buchhalterin bei der Fischerei gearbeitet. Doch viele ihrer Weggefährten, Kollegen und Nachbarn, die Dora Voß noch kannten, sind nicht mehr. Ihr Ehemann starb schon 1982.
AWO-Heim Angermünde feiert mit allen Jubilaren
Sohn Norbert Voß lebt noch immer in Gartz. Natürlich kamen er und seine Schwester Ingrid, die in Neuenhagen wohnt, zum Geburtstag ihrer Mutter nach Angermünde, mit Kuchen, Kerzen, Sekt und Geburtstagsständchen. Das AWO-Heim-Team macht jeden Geburtstag von Bewohnern zu einem Höhepunkt. Das beginnt schon mit dem Frühstück und einer Geburtstagstafel mit weißem Tischtuch, sagt Pflegedienstleiterin Stefanie Frick.
Für die Jubilare und ihre Gäste gibt es außerdem die Möglichkeit, im Restaurant des Hauses zu feiern. Hier finden auch die regelmäßigen Geburtstagstafeln des Monats für alle Jubilare des Hauses statt. Dazu sind nicht nur Angehörige, sondern auch alle interessierten Bewohner eingeladen.
Nun feiert Dora Voß. Feiern findet sie schön, freut sich über viele Gäste und auf Torte, aber auf ihr Alter möchte sie gar nicht angesprochen werden.
Senioren-Heim Angermünde bietet Tanztee für alle
Das macht deshalb auch niemand, obwohl 103 Jahre schon beachtlich sind. Tochter Ingrid Lucker (73) erzählt, dass das wohl an den Genen liege. Die Mutter habe mal erzählt, dass jemand in der Familie sogar 105 wurde.
Aber ganz sicher liegt es auch an der Frohnatur und an den vielen sozialen Kontakten, die Dora Voß zeitlebens hatte. Sie hat viel gelesen, Handarbeiten geliebt und ist jetzt im Heim auch bei ihren oft weitaus jüngeren Mitbewohnern gut angenommen, obwohl sie inzwischen etwas „tüddelig“ und schwerhörig ist.
Wenn sich Bewohner umeinander kümmern, Anteil nehmen und teilnehmen an Gemeinschaft und Angeboten des Hauses, vom Tanztee bis zu Spielnachmittagen, die öffentlich sind, dann sei das ein ganz wichtiger Baustein für Wohlbefinden der Bewohner und entlaste auch das Personal, sagt Leiterin Doreen Gnorski. Fachkräftemangel und hoher Krankenstand sind ein Dauerthema. Doch Bewohner sollen das so wenig wie möglich spüren, sagt die Heim-Leiterin.
Deshalb wird auch der Geburtstag von Dora Voß gebührend gefeiert, hat die Küche gebacken und Häppchen bereitet und sich Chefin und Mitarbeiter Zeit genommen, um mit der Jubilarin und den Angehörigen den Tag einfach nur schönzumachen. Mehr erwartet Dora Voß gar nicht. Das Alter ist ihr egal.


