Antisemitismus in Schwedt
: AfD-Politikerin teilt judenfeindlichen Beitrag

In einem Video wird Hitler indirekt verteidigt - das teilt die Brandenburger AfD-Politikerin Peggy Lindemann aus Schwedt. Der Antisemitismusbeauftragter des Landes stellt Strafanzeige.
Von
dpa
Prenzlau
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Das Parteilogo der AfD (Symbolfoto). AfD-Kommunalpolitikerin Peggy Lindemann hat einen judenfeindlichen Beitrag in sozialen Medien geteilt.

Carsten Koall/dpa
  • AfD-Politikerin Peggy Lindemann teilt judenfeindliches Reel, löscht es danach.
  • Video verteidigt Hitler indirekt; zeigt Karikatur aus „Der Stürmer“.
  • Antisemitismusbeauftragter Andreas Büttner stellt Strafanzeige.
  • Büttner fordert Lindemanns Rücktritt aus SVV Schwedt/Oder und Kreistag Uckermark.
  • Lindemann entschuldigt sich: antisemitische Darstellung „nicht erkannt“, distanziert sich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Brandenburger AfD-Kommunalpolitikerin Peggy Lindemann hat einen judenfeindlichen Beitrag in sozialen Medien geteilt - und sich nach Kritik dafür entschuldigt. Der Antisemitismusbeauftragte des Landes, Andreas Büttner, forderte Konsequenzen und stellte nach eigenen Angaben Strafanzeige. Zuvor hatte der „Tagesspiegel“ über den Fall berichtet.

In dem Reel (Kurzvideo), das die Politikerin Peggy Lindemann geteilt hatte, wird NS-Diktator Adolf Hitler indirekt verteidigt, auch eine judenfeindliche Karikatur aus der Nazi-Wochenzeitung „Der Stürmer“ ist zu sehen. Sie löschte den Beitrag und sprach von einem Fehler. Lindemann ist Mitglied der Stadtverordnetenversammlung (SVV) Schwedt/Oder und im Kreistag Uckermark. Büttner forderte ihren Rücktritt von diesen Ämtern.

Antisemitismusbeauftragter: Entmentschlicht Juden

Der Antisemitismusbeauftragte Büttner sagte der Deutschen Presse-Agentur, ein im Video verbreiteter Spruch reproduziere eine klassische antisemitische Verschwörungserzählung, „die Juden entmenschlicht und historisch zur Legitimation von Gewalt beigetragen hat“. Büttner verwies auch auf antisemitische Symbolik in dem Video.

Die AfD-Politikerin aus der Uckermark schrieb dazu selbst auf Instagram, sie habe Reels zur Affäre um den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein von dem Profil geteilt. „Dabei war eine antisemitische Darstellung dabei, die ich in diesem Moment als solche nicht erkannt habe“, schrieb Lindemann weiter. „Als ich darauf aufmerksam gemacht wurde, habe ich diese unverzüglich gelöscht. Ich distanziere mich von der Art und dem Inhalt dieser Darstellung.“