Ausbildung 2025 in der Uckermark
: Wo gibt es noch freie Lehrstellen und wie viele?

Ausbildung in der Uckermark: 2025 sind noch Lehrstellen in der Uckermark unbesetzt. Vor allem Einzelhandel und Handwerk suchen nach Azubis. Was für Bewerber wichtig ist.
Von
Leona Bellinda Schröder
Schwedt
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Geschickte Hände werden in vielen IHK-Berufen benötigt. Bei der Suche nach einem Ausbildungsbetrieb gehen Jugendliche verschiedene Wege.

Zum Themendienst-Bericht von Hendrik Polland vom 19. April 2021: Geschickte Hände: Maximilian Heider arbeitet in seiner Ausbildung zum technischen Modellbauer mit verschiedensten Materialien, wie etwa hier mit Acrylglas. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit dem genannten Text - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++

Ausbildung in der Uckermark: Geschickte Hände werden in vielen Berufen benötigt. Wie ist die Lage am Ausbildungsmarkt 2025 in der Uckermark? (Symbolfoto)

Zacharie Scheurer/dpa
  • 2025 sind in der Uckermark noch 246 Ausbildungsplätze unbesetzt, v. a. im Einzelhandel und Handwerk.
  • Schwedt/Angermünde meldet 112 freie Stellen, Prenzlau 74, Templin 60 – viele Berufe sind vertreten.
  • Bewerbungsfristen laufen bis Lehrjahresstart, teils bis Oktober – Beratung bei Arbeitsagentur möglich.
  • Last-Minute-Lehrstellenaktion am 3. September in Eberswalde – Infos zu freien Plätzen 2025/2026.
  • Betriebe achten bei Bewerbungen auf Noten, Motivation, Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Start ins Berufsleben beginnt für viele Jugendliche in der Uckermark mit einer betrieblichen Ausbildung. Während Unternehmen engagierte Nachwuchskräfte suchen, stehen einige offene Lehrstellen bereit – und die Zahl der Bewerber sinkt weiter, wie aktuelle Daten der Arbeitsagentur zeigen.

Im Sommer 2025 sind besonders im Einzelhandel, im Handwerk und in technisch geprägten Berufen noch etliche Ausbildungsplätze zu vergeben. Doch nicht alle Jugendlichen finden sofort das passende Angebot. Wer sich unsicher ist, kann von praxisnaher Unterstützung und Beratung profitieren.

Lehrstellen 2025 – in welchen Branchen gibt es freie Plätze?

Die Arbeitsagentur Eberswalde meldet für den Juli insgesamt 246 freie Ausbildungsplätze in der Uckermark, vor allem im Einzelhandel. Für eine Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau im Einzelhandel gibt es derzeit noch 34 unbesetzte Stellen, und wer den Beruf der Verkäuferin oder des Verkäufers lernen möchte, könnte sich auf 20 freie Ausbildungsplätze bewerben.

Auch im Handwerk gibt es noch einige freie Ausbildungsplätze in der Uckermark: Jeweils neun Plätze sind frei für die Ausbildung als Anlagenmechaniker und Zerspanungsmechaniker, jeweils acht Ausbildungsstellen für den Beruf des Holzbearbeitungsmechanikers und Anlagenmechanikers für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik.

Wer den Beruf des Landwirts, Hotelfachmanns oder Malers / Lackierers erlernen möchte, kann sich auf jeweils sechs Lehrstellen in der Uckermark bewerben. Für die Ausbildung als Elektroniker für Betriebstechnik stehen fünf freie Ausbildungsplätze bereit.

So verteilen sich die freien Ausbildungsstellen in der Uckermark

Die freien Lehrstellen verteilen sich laut Arbeitsagentur auf die Geschäftsstellenbezirke Prenzlau, Schwedt/Angermünde und Templin. Schwedt/Angermünde führt mit 112 noch offenen Ausbildungsstellen, gefolgt von Prenzlau mit 74 und Templin mit 60.

Einige Beispiele:

  • In Prenzlau gibt es freie Ausbildungsplätze für Maler und Kfz-Mechatroniker.
  • Für den Beruf des Elektronikers und Tischlers gibt es freie Ausbildungsstellen in Templin.
  • Wer eine Ausbildung zum Umwelttechnologen oder Gebäudereiniger absolvieren möchte, kann sich in Schwedt bewerben.
  • In Angermünde gibt es freie Ausbildungsstellen für den Beruf des Milchtechnologen und Medientechnologen.

Bewerbungsfristen für eine Ausbildung in der Uckermark

Besonders im öffentlichen Dienst und in kaufmännischen Berufen werden Stellen früh ausgeschrieben und auch schnell besetzt. Sabine Endmann von der Arbeitsagentur Eberswalde erklärt: „Sobald die Ausbildungsplätze für das laufende Jahr besetzt sind, starten viele Betriebe und Institutionen mit der Nachwuchskräftewerbung für das darauf folgende Jahr. Das heißt, schon jetzt gibt es viele Ausbildungsangebote für 2026 und man sollte auch nicht zu lange mit der Bewerbung warten, sondern gleich loslegen, wenn es passt.“

In der Regel endet die Bewerbungsfrist spätestens mit dem Lehrjahresstart für den jeweiligen Beruf, aber ein Einstieg in die Ausbildung kann in Einzelfällen auch noch später erfolgen. „So warten manche Ausbildungsbetriebe sogar noch bis Oktober, um interessierten und geeigneten Jugendlichen eine Chance zu geben“, so Endmann.

Last-Minute-Lehrstellenaktion für Uckermark-Barnim

  • Wann: am 3. September von 10 bis 14 Uhr
  • auf dem Hof der Arbeitsagentur in Eberswalde
    Bergerstr. 30
    16225 Eberswalde
  • Hier werden alle freien Ausbildungsplätze für 2025 in der Region Uckermark-Barnim und darüber hinaus vorgestellt.
  • Es ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Infos und Beratung für eine Ausbildung gibt es beim Arbeitsamt

Nicht jeder weiß sofort, wo die eigenen Stärken und Interessen liegen, welcher Beruf zu einem passt und manchmal ist es auch nicht so einfach, die richtigen Worte für eine Bewerbung zu finden. In diesen Fällen können Jugendliche sich an die Arbeitsagenturen und auch an die regionalen Jobcenter wenden, um sich beraten zu lassen und Unterstützung bei der Bewerbung zu erhalten. Auf der Seite der Jobbörse können online Ausbildungsplätze für 2025 gesucht werden.

„Wir können nur empfehlen, sich zu melden. Unsere Berufsberatung unterstützt in jedem Fall und kennt die noch freien Ausbildungsangebote beziehungsweise hat auch schon eine erste Übersicht zu den freien betrieblichen Lehrstellen 2026“, so Sabine Endmann. Auch falls es in diesem Jahr noch nicht mit einer Ausbildung klappen sollte, können Jugendliche sich hier zu Überbrückungsmöglichkeiten bis zum nächsten Ausbildungsjahr 2026 informieren.

Ausbildung: Darauf achten Betriebe bei der Bewerbung

Auch einer der größten Arbeitgeber der Region, das PCK, bildet kontinuierlich aus, etwa für die Berufe Chemikant, Elektroniker für Betriebstechnik, Industriemechaniker und in diesem Jahr erstmals auch als Fachinformatiker für Systemintegration. Für den Ausbildungsbeginn 2025 sind allerdings bereits alle Plätze vergeben, teilte Pressesprecherin Viola Brocker auf Nachfrage mit.

Worauf das PCK bei Auszubildenden besonders achtet? „Natürlich sind die Leistungen und Noten in der Schule (insbesondere MINT-Fächer) für uns von Bedeutung, da diese Inhalt der Ausbildung sind. Darüber hinaus suchen wir Azubis mit Motivation und Interesse am Beruf“, so Brocker. Auch das persönliche Auftreten werde bewertet – vom Anschreiben bis zum Bewerbungsgespräch sowie die sozialen Kompetenzen wie etwa Teamfähigkeit. Immer wichtiger werde auch der Punkt Zuverlässigkeit, teilte das PCK mit. Ein Schülerpraktikum oder Orientierungspraktikum sei möglich.