Auszeit-Ende: Schwedter Politessen wieder auf Jagd nach rücksichtslosen Parksündern

Kerstin Hecht vom Schwedter Ordnungsamt weist darauf hin, dass sie und ihre Kollegen nach den Lockerungen in Sachen Corona wieder häufiger bei der Parkraumüberwachung im Einsatz sind.
Oliver VoigtIn der Folge gab es zahlreiche Beschwerden, weil rücksichtslose Bürger Kurzzeitparkplätze dauerhaft besetzten, Einfahrten und Feuerwehr-Zufahrten blockierten.
Händler sind gut vorbereitet
„Wir hatten auf die Vernunft der Bürger gesetzt – leider ist das durch die Pandemie ungewollt ausgelöste Experiment nicht gelungen“, resümiert Voigt. Nun wird das Ordnungsamt zusätzliches Personal auf die Straße schicken, um nicht nur die Einhaltung der Corona-Regeln zu überwachen, sondern ab sofort auch wieder die Parkflächen in der Stadt.
Parksünder müssen also wieder vorsichtiger sein. Allerdings startet die Überwachung des ruhenden Verkehrs noch nicht wieder mit voller Besetzung, sagt Heike Voigt: „Wir wollen die Kontrollen schrittweise wieder einführen.“ Zudem kündigt sie an, dass demnächst auch Temposünder wieder ins Visier genommen werden. Das sei vor allem dem wieder beginnenden Schulbetrieb geschuldet. Denn die Stadt ist auch für Sicherheit auf den Schulwegen zuständig. Ein konkreter Termin stehe bisher nicht fest.
Wer sich jetzt ärgert, dass es wieder Knöllchen gibt, dem sagt Voigt: „Ich bitte die Verkehrsteilnehmer, die Regelungen der Straßenverkehrsordnung einzuhalten, damit es gar nicht erst zu einer Verwarnung und dem damit verbundenen Ärger kommen muss.“
Zwei Teams kontrollieren die Corona-Regeln
Weiterhin mit zwei Teams sind Mitarbeiter des Ordnungsamts unterwegs, um die Corona-Regeln zu kontrollieren. Mit der Öffnung der Geschäfte haben die Mitarbeiter der Stadt den Händlern zur Seite gestanden, um Fragen zu beantworten, damit das Ende des Shutdowns – der Schließung der Geschäfte – möglichst reibungslos über die Bühne geht.
„In der vergangenen Woche haben wir dazu einen Rundgang im Oder-Center gemacht, mit sehr positivem Ergebnis“, sagt Heike Voigt. Letztlich gebe es zurzeit kein Patentrezept für die Umsetzung der Regeln. „Am Ende ist aber wichtig, dass sich die Kunden und auch die Mitarbeiter in den Geschäften sicher fühlen.“ Die meisten Kunden hielten sich an die aktuellen Regeln, die beispielsweise vorgeben, den Mund- Nasen-Schutz zu tragen. Allerdings gebe es auch immer Menschen, die uneinsichtig seien.
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Das kosten die Knöllchen
Ein Blick in den Bußgeldkatalog zeigt, wie teuer falsches Parken ist: Parken ohne erforderliche Parkscheibe kostet ein Verwarngeld von 20 Euro. Das Überschreiten der erlaubten Parkzeit, gestaffelt nach Zeit bis zu drei wird mit bis zu 40 Euro geahndet. Unberechtigtes Parken auf einem ausgewiesenen Behindertenplatz kostet 55 Euro. Für Parken auf Gehwegen werden ebenfalls 55 Euro fällig.⇥pif
