Betreuung: Kinder sind zurück in Schwedter Kitas
Vorüber ist die Zeit der Kinderfragen: „Wann ist denn diese Coronawiese endlich vorbei?" – auch aus den Worten von Erzieherin Ludmilla Schuft hört man Erleichterung heraus. Die erste Zeit sei wirklich beängstigend gewesen. „Hier, wo immer Trubel ist, hatten wir mitunter nur gut eine Handvoll Kinder.“ Später sei es mit der Notbetreuung schon wieder voller geworden, rund ein Drittel der Kinder waren in Spitzenzeiten wieder in der Kita.
Aber es sei trotzdem seit Mitte März ganz viel passiert. „Die Kinderküche haben wir komplett neu gestaltet, andere Räume wurden auf Vordermann gebracht, alle Schränke aus– und sortiert wieder eingeräumt, auch entrümpelt“, berichtet Leiterin Karin Meyer. „Aber vor allem haben wir für unsere Kinder und die Eltern auch ganz viele Aktionen gemacht“, ergänzt Ludmilla Schuft.
Telegram–Chat soll bleiben
„Wir haben im Internet über Telegram eine ständige interne Verbindung zwischen Kita und den Eltern eingerichtet, die jetzt auch fortgeführt werden soll. Da haben wir Grüße an die Kinder und Eltern reingesetzt, vor allem aber auch Lernangebote, Bastel–Vi-deos und vieles mehr gepostet“, erzählt die Erzieherin. Zudem habe sich der Kita–Zaun als Kommunikationsort entwickelt. Jeden Tag wurde ein neues Rezept zum Nachkochen zu Hause angepinnt — von Klopsen über Pizza bis zum absoluten Renner, dem Selterskuchen nach DDR–Rezept.
„Dann haben wir zusätzlich am Eingang einen Plastikschrank aufgestellt, wo sich Eltern und Kinder Material entnehmen konnten. Dieser Schrank ist uns am letzten Freitag nun gestohlen worden — Sie können sich vorstellen, wie ersetzt und enttäuscht wir waren“, sagt Karin Meyer.
Die Kita–Leiterin und ihre etwa 20 Kollegen wissen natürlich auch, dass „Regelbetrieb“ in der Kita noch nicht „Normalbetrieb“ heißt. Ein Außenkonzept sei zu erarbeiten gewesen. „Jede Gruppe bekommt ihren Platz zugewiesen – die beliebte Ritterburg, den Fahrzeugpark, den Buddelkasten, auch die Pausentische im Freien. Regelmäßig wird gewechselt. Die Eltern müssen noch Mundschutz tragen, wenn sie ihre Kinder holen und bringen. Aber alle zeigen sich sehr freundlich, dankbar und unendlich froh, dass die Kita wieder läuft“, sagt Meyer.
Zuckertütenfest gefeiert
Für die Größten, die Vorschulkinder in der „Bienchen“-Gruppe, gab es gleich am Dienstag eine ganz große Überraschung: Die Wimpelketten, die im Garten gerade wieder abgenommen werden, zeugen noch vom bunten Zuckertütenfest, das es für die knapp 20 künftigen Erstklässler bei „Fröbels“ gegeben hat. „Wir hatten den ganzen Vormittag Spaß, es war ein echt harmonischer Tag“, bestätigt Ludmilla Schuft.
Und sie ergänzt, dass es auch in den nächsten drei Wochen jeweils immer einmal ein großes Fest in der Kita gibt: „Wir werden Farben–, Disney– und das äußerst beliebte Wasser– und Modderfest feiern“, lässt die Erzieherin Vorfreude heraushören.
Ab 20. Juli wird das Haus dann allerdings schon wieder für drei Wochen komplett geschlossen sein. „Die lange geplante Sommer–Schließzeit, weil auch die Erzieherinnen, die durchweg gearbeitet haben, natürlich ihren Urlaub wie vorgesehen realisieren sollen. Die Kinder werden dann (auf Antrag) in anderen städtischen Einrichtungen mitbetreut.

