Bildung: Kreative Energie für erneuerbare Energien
Im Sommer nahmen Schüler aus dem Einstein-Gymnasium, der Ehm Welk-Oberschule und der Freien Oberschule Angermünde am Schüler-Kunstwettbewerb „Erneuerbare Energien“ teil. Initiiert hatte ihn die Firma Teut Windprojekte. Jetzt wurden die Gewinner ermittelt.
Schirmherr Reinhard Müller-Zetzsche, Superintendent des Kirchenkreises Uckermark begrüßte alle Teilnehmer in der Aula des Gymnasiums. Energie ist eines der Themen, die heute den Alltag bestimmen, sagte er. „Schön, dass ihr euch auch damit beschäftigt. Gebt euch Mühe das ihr es besser macht als wir Älteren!“
Kreativität ohne Lebensgefahr
Jan Teut freute sich, über den Ideenreichtum der Jugendlichen. „Ich plane, baue und betreibe Windräder. Das polarisiert und ist ein heiß umkämpftes Thema“, weiß er. Die Idee zum Kunstwettbewerb entstand durch Graffiti, die an Windkraftanlagen gesprüht wurde, sogar am Turmfuß. Weil das äußerst gefährlich ist, der Bedarf bei jungen Menschen aber da ist, sich kreativ auszudrücken, entstand die Idee, die kleinen Trafostationen zu Kunstprojekten zu machen. Seine Mitarbeiterin Beate Corbach sprach die Kunstlehrer der Schulen an. So seien viele gute Exponate entstanden. Während sich die Jury mit Johanna Henschel vom Tourismusverein, Oder-Welse-Amtsdirektor Detlef Krause, dem Künstler Christian Uhlig, dem Stadtverordneten Heiko Poppe, Reinhard Müller-Zetzsche und AkoTec-Geschäftsführer Reinhold Weiser zurückzog, plauderten die Schüler, Lehrer und Wettbewerbsinitiatoren. Die Jugendlichen erzählten von der Herangehensweise an das Projekt, die Suche nach Partnern und Motiven. Das Sprayen war für fast alle Neuland und die Witterungsbedingungen bei der Arbeit draußen in diesem Sommer auch nicht einfach. Fachliche Unterstützung bekamen sie vom Graffiti-Fachmann Sebastian Stötzer. Die Lust weiterzumachen, ist bei allen da. Damit legale Flächen zur Verfügung stehen, schenkte die Firma Teut jeder Schule zwei der Trainingsplatten.
Dann kam der langersehnte Zeitpunkt der Preisvergabe. Am Ende gewannen alle, denn es gab Preise in drei Kategorien, in der alle Gruppen bestimmte Stärken zeigten. Der Preis für das beste Einzelmotiv ging an die Ehm Welk-Oberschule. Die Schüler können sich aus verschiedenen Gutscheinen wie Kreativ-Workshops oder einer Ubs.-Veranstaltung etwas aussuchen. Die Freie Schule als Gestalter des besten Häuschens gewann einen 500-Euro-Gutschein für Material für den Kunstunterricht. Das Einstein-Gymnasium wurde für die originellste Idee prämiert und darf zwischen verschiedenen Gutscheinen und eine Tierpatenschaft über den Nabu oder die Deutsche Umwelthilfe wählen.
Freie Schule doppelt bedacht
Besonders spannend war die Vergabe des Publikumspreises, bei der 317 Personen online vom 22. August bis 20. Oktober abstimmten. Die meisten Stimmen bekam das Trafohäuschen bei Pinnow, den die Freie Schule gestaltete. Dafür dürfen die Schüler zwischen Workshops, einer Ubs.-Veranstaltung oder das Besteigen eines Windrades wählen. Zum Anschluss lud Jan Teut die Schulen ein: „Sprecht uns an. Wir kommen gerne in den Unterricht und bei Schülerpraktika kann man auch Anlagen und Technik näher kennenlernen.“

