Corona-Virus
: Die Uckermark ist auf einen Ausbruch mit Notfallplänen gewappnet

Die Lage spitzt sich zu: Das Corona-Virus breitet sich mit einer ganz eigenen Dynamik aus. Für die Sicherheit der Bevölkerung sind zunächst die Gesundheitsämter zuständig. In der Uckermark zeigt sich Amtsärztin Dr. Michaela Hofmann gut gewappnet gegen den aggressiven Erreger.
Von
Thorsten Pifan
Schwedt
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Gut vorbereitet: Auch im Uckermark Klinikum in Schwedt haben sich Spezialisten wie der Krankenhaushygieniker Thomas Klinkmann auf einen möglichen lokalen Ausbruch des Corona-Virus eingestellt.

Oliver Voigt

Abgestimmte Maßnahmenpläne

Dabei stehe das Gesundheitsamt gerade in der aktuellen Situation in enger Abstimmung mit niedergelassenen Ärzten, Krankenhäusern und dem Rettungsdienst in der Region. „Das Gesundheitsamt und die Krankenhäuser in der Region verfügen über abstimmte Maßnahmenpläne, die bei einem Verdachtsfall sofort greifen“, sagt Amtsärztin Dr. Hofmann. Alle Kliniken seien darauf eingerichtet, Patienten zu behandeln.

Wie sich das Virus in Deutschland ausbreiten werde und was dann für Maßnahmen notwendig werden, darüber möchte Dr. Hofmann nicht spekulieren. Mit Blick über die Alpen nach Italien sagt sie: „So kann auch heute niemand mit Bestimmtheit sagen, ob gegebenenfalls einzelne Bereiche gesperrt werden müssten. Dies wäre im konkreten Einzelfall nach ausführlicher Lagebeurteilung aller zuständigen Behörden zu entscheiden.“

Erkrankte Personen werden im Krankenhaus behandelt und dort dann isoliert. Bei begründeten Verdachtsfällen ohne Symptomatik besteht die Möglichkeit, eine häusliche Isolierung amtsärztlich anzuordnen, sagt die Amtsärztin. Die betreffenden Personen würden dann durch Mitarbeiter des Gesundheitsdienstes fachlich beraten und begleitet.

Kranke Personen oder auch Todesfälle, die auf den Virus zurückzuführen sind, sind nach einer aktuellen Verordnung sofort dem Gesundheitsamt zu melden. Von dort startet dann eine Informationskette zu den zuständigen Behörden im Land und beim Bund sowie dem Robert-Koch-Institut, das für die Bekämpfung von Infektionskrankheiten zuständig ist.

Sollte das Virus in der Uckermark auftauchen, ist das Gesundheitsamt personell als auch materiell vorbereitet, sagt Dr. Hofmann. Ihr Tipp zur Prävention: „Vorbeugend sind ähnlich wie bei dem Influenzavirus Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges gründliches Händewaschen, das einmalige Benutzen von Papiertaschentüchern, die Einhaltung der Husten- und Niesetikette und das Vermeiden von Händeschütteln zu empfehlen.“

Was tun beim Corona-Verdacht?

Patienten, die befürchten in der aktuellen Situation tatsächlich am gefährlichen Corona-Virus erkrankt zu sein, sollten sich erst telefonisch bei ihrer Arztpraxis melden, empfiehlt Amtsärztin Dr. Michaela Hofmann. Dort werde dann über das weitere Vorgehen entschieden, um eine Ansteckung und Gefährdung von Patienten und dem Praxispersonal zu vermeiden.⇥pif