Einsatz in Schwedt: Mann (31) will von Dach springen – wie ein Pastor ihn davon abbringt

Großaufgebot der Rettungskräfte: In der Flemsdorfer Straße drohte am Dienstag ein Mann vom Dach eines Mehrfamilienhauses zu springen.
Oliver VoigtAm Dienstag (13. Dezember) wurden Rettungskräfte, Feuerwehr und Polizei in die Flemsdorfer Straße in Schwedt gerufen. Ein Mann drohte, sich vom Dach eines Wohnblocks zu stürzen.
Er war über das Baugerüst dorthin gelangt, das Haus wird gerade zur ersten barrierefreien und behindertengerechten Unterkunft für zirka 200 Geflüchtete umgebaut. Mehrere Versuche von Bekannten des jungen Mannes, ihn zum Herunterkommen zu bewegen, blieben erfolglos.
Die Feuerwehr baute vorsorglich ein Sprungkissen am Giebel des Hauses auf, doch der Mann wechselte immer wieder seine Position. Erst der hinzugerufene Stefan Bornschlegl, Pastor der evangelischen Christusgemeinde, in der der Iraner Mitglied ist, schaffte es, ihn mit seinen eindringlichen Worten von seinem Vorhaben abzubringen. Nach circa 90 Minuten ließ sich der 31-Jährige am Boden von der Polizei in Gewahrsam nehmen und wurde anschließend an den Rettungsdienst übergeben.

Pfarrer Stefan Bornschlegl begibt sich über die Treppe des Baugerüstes auf das Dach.
Oliver VoigtIn der Regel berichten wir nicht über Selbsttötungen oder Suizidversuche – außer, die Tat erfährt durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Wer von Selbstmordgedanken gequält wird, kann und sollte sich helfen lassen. Die anonyme Telefon-Seelsorge ist deutschlandweit kostenfrei rund um die Uhr erreichbar unter den Telefonnummern 0800 1110111 oder 0800 1110222. Die Telefon-Seelsorge, ein Angebot der beiden großen Kirchen in Deutschland, hat auch eine Homepage: https://online.telefonseelsorge.de. Dort wird ein Chat angeboten.

