Eishockey
: 1002. Saison-Treffer bringt den Titel

Eismammuts Uckermark besiegen im Finale den ungeschlagenen Liga-Primus Oder Griffins mit 12:11.
Von
Jörg Matthies
Schwedt
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  • Partystimmung auf dem Eis: Nach dem überraschenden 12:11-Triumph nach Verlängerung feierten die Eismammuts Uckermark mit ihren Fans ausgelassen den Titel. Die kühnsten Optimisten hatten zu jeder Zeit an den Erfolg gegen die klar favoriserten Oder Griffins geglaubt und ihr Team unaufhörlich angefeuert.

    Partystimmung auf dem Eis: Nach dem überraschenden 12:11-Triumph nach Verlängerung feierten die Eismammuts Uckermark mit ihren Fans ausgelassen den Titel. Die kühnsten Optimisten hatten zu jeder Zeit an den Erfolg gegen die klar favoriserten Oder Griffins geglaubt und ihr Team unaufhörlich angefeuert.

    Carola Voigt
  • Trauriger Blick: Nach zuvor elf Partien ohne Niederlage verloren die Oder Griffins ausgerechnet das Endspiel: Ralf (links) und Kevin Just nahmen also "nur" den zweitgrößten Pokal des Abends entgegen.

    Trauriger Blick: Nach zuvor elf Partien ohne Niederlage verloren die Oder Griffins ausgerechnet das Endspiel: Ralf (links) und Kevin Just nahmen also "nur" den zweitgrößten Pokal des Abends entgegen.

    Carola Voigt
  • Kampf um den Puck: Beide Finalisten lieferten sich ein schnelles, hochspannendes Match. Mirek Majewski (l./Eismammuts) und Wojciech Gordziejewski wollen hier die schwarze Hartgummischeibe erobern.

    Kampf um den Puck: Beide Finalisten lieferten sich ein schnelles, hochspannendes Match. Mirek Majewski (l./Eismammuts) und Wojciech Gordziejewski wollen hier die schwarze Hartgummischeibe erobern.

    Carola Voigt
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Das 63. und damit letzte Match des Spieljahres 2018/19 in der Uckermark-Eishockeyliga ist – einem Finale alle Ehre machend – zum echten Saisonhöhepunkt geworden. Titelverteidiger Eismammuts Uckermark bezwang nach Verlängerung die favorisierten Oder Griffins mit 12:11.

Das Endspiel in der proppevollen Eisarena der Oderstadt erlebte ein ständiges Auf und Ab – am Ende war die Überraschung perfekt: Nicht die bis zum Sonnabend in der kompletten Spielzeit ungeschlagenen Oder Griffins gewannen das Duell zweier deutsch-polnischer Teams, sondern der Vorjahresmeister Eismammuts. Zur Erinnerung: Vor zwölf Monaten hatte es die gleiche finale Ansetzung gegeben, auch damals reichten die regulären 60 Minuten für eine Entscheidung nicht aus – der Champion hatte sich durch „Golden Goal“ am Ende mit 11:10 durchgesetzt.

Diesmal wollten die Oder Griffins mal so gar nichts anbrennen lassen. Sie nahmen das Tor des immer mehr zur Hochform auflaufenden Keeper Tomasz Grochulski sofort unter Beschuss, vergaben zunächst noch einige Möglichkeiten, lagen nach 20 Minuten effektiver Spielzeit (nur im Endspiel wird in dieser Liga bei jeder Unterbrechung, wie im Eishockey sonst ohnehin üblich, die Zeit angehalten) aber dennoch scheinbar souverän mit 3:0 vorn.

Als dann Jaroslaw Nocun zum 4:0 traf und Torschützenkönig Anton Novikau sehr schnell den Schlagschuss-Treffer von Dennis Rietz zum 1:4 mit dem nächsten Griffins-Treffer beantwortete, glaubten wohl nur noch die kühnsten Optimisten unter den enthusiastisch anfeuernden Fans des Titelverteidigers an einen abermaligen Erfolg. Doch was war das? Plötzlich kam der Favorit Mitte des zweiten Durchgangs komplett von der Rolle – die Eismammuts erzielten binnen elf Minuten sage und schreibe sechs Tore in Folge und führten plötzlich selbst mit 7:5 (34.).

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Doch die Griffins fingen sich wieder. Nach dem Ausgleich allerdings signalisierten Treffer von Adam Dydek und Rietz kurz vor und nach der letzten Eiserneurung (7:9), dass die „Mammuts“ alles für eine erfolgreiche Titelverteidigung in die Waagschale legen wollen. Die Oder Griffins antworteten mit spielerischer Klasse und Kaltschnäuzigkeit vor dem Gehäuse: Nicht einmal drei Minuten dauerte es, da hatten Nocun per Fernschuss, Thomas Wolff als Abstauber vor dem Tor, Alexander Kunze mit einem abgefälschten Versuch aus der Distanz und Novikau mit seinem 54. Saison-Treffer die Partie in ein 11:9 gedreht – war nun doch das Erwartete eingetreten?

Die Antwort gab Adam Dydek mit dem Saison-Jubiläumstreffer: Das genau 1000. Tor des Spieljahres 2018/19 führte zum 10:11-Anschlusstreffer, dem Peter Stehr den Ausgleich folgen ließ. Gut vier Minuten lang versuchten beide Seiten vergebens, die Entscheidung zu erzwingen – Verlängerung. Die ist auf maximal fünf Minuten festgelegt, gibt es kein Tor, folgt ein Penaltyschießen. Aber Dydek machte, als sich gleich zwei Oder-Griffin-Akteure eine Zeitstrafe eingefangen hatten, in Überzahl die Titelverteidigung mit dem 12:11 perfekt.

SAISONSTATISTIK

In 63 Spielen fielen insgesamt 1002 Tore, woran die Teams – hier in der Reihenfolge ihrer Endplatzierung – folgenden Anteil hatten:

Eismammuts Uckermark:

13 Spiele – 140 Treffer

Oder Griffins – 12/159

Flemsdorfer Haie – 13/131

Schwedter Eisbären – 12/86

Lokomotive Berlin – 13/142

Prenzlau Blizzards – 13/94

Ueckermünder Lions – 13/83

Freudenberg Ice-Devils – 13/79

Eishockeyclub 75 – 12/56

ESG Landin/Flemsdorf– 12/32

Bester Torschütze: Anton Novikau (Oder Griffins/54)