Eishockey
: Griffins bezwingen Eismammuts

Die Saison 2019/20 in der Uckermark-Eishockeyliga hat begonnen. In einer Neuauflage des Endspiels aus dem März besiegten die Oder Griffins den Titelverteidiger Eismammuts Uckermark mit 7:6
Von
Jörg Matthies
Schwedt
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Torschützen der Auftaktpartie im direkten Duell: Für Titelverteidiger Eismammuts Uckermark traf Adam Dydek (rechts) genauso doppelt wie Erik Wolff von den Oder Griffins (links). Letzterer durfte sich sogar über den allerersten Treffer des Spieljahres freuen.

Carola Voigt

Da zeigten die Ansetzer kein Pardon: Das letzte Match des zurückliegenden Spieljahres, das am 24. März für heiße Atmosphäre und ein Finale mit Verlängerung sorgte, lautete genauso wie die Auftaktpartie der neuen Saison: Meister Eismammuts Uckermark gegen „Vize“ Oder Griffins. Dass sie mit Revanche-Wünschen aufs Eis zurückkehrten, zeigten die Griffins schon nach wenigen Sekunden: Erik Wolff gelang in der allerersten Minute das erste Tor.

Doch was so ein Titelverteidiger ist, der gibt nicht schnell klein bei: Mit einem Doppelschlag gelang Steffen Plötz (3., 4.) die „Mammuts“-Führung, ehe Tjorven Lachmann ausglich (6.). Dann dauerte es fast bis zur ersten Drittelpause, ehe Alexander Hermann mit seinem ersten Tagestreffer den Titelverteidiger wieder in Front brachte. Und der legte im zweiten Abschnitt nach: Adam Dydek (26.) und Hermann (28.) bauten die Führung auf 5:2 aus.

Die Oder Griffins geschockt? Mitnichten. Sie kämpften sich zurück ins Match: Anton Novikau (30.) sowie Wolff und Paul Herms innerhalb einer Minute (35.) schafften den 5:5-Ausgleich. Aber wieder gingen die Eismammuts mit einer knappen Führung in die Drittelpause, als Dydek seinen zweiten Treffer erzielte (37.).

Dramatik pur, die bis zur Schlusssirene anhielt. Bis dahin hatten die Oder Griffins das Resultat durch Novikau (50.) und Herm (57.) gedreht und brachten das 7:6 schließlich über die Zeit. Da es diesmal in die Vorrunde ein Hin- und ein Rückspiel gibt, haben die Eismammuts am 9. Fe-­bruar die Möglichkeit zur Revanche. Das zweite Match in der sogenannten „UEL I“, in der in dieser Saison die zuletzt fünf bestplatzierten Mannschaften antreten, bestritten die Flemsdorfer Haie gegen die Schwedter Eisbären. Hier wurde es im Schlussdrittel etwas deutlicher.

Perfektes Haie-Schlussdrittel

Die Oderstädter legten vor: Michael Schwantes brachte sie in Führung (4.), aber Michael Witmann (9.) und Tony Fränk Schultze (18.) schlugen zurück, ehe es nach dem Ausgleich durch Ralf Schulz (19.) beim 2:2 in die erste Drittelpause ging. Philipp Schön schaffte das Eisbären-3:2 (24.), aber Torsten Müller gelang der Flemsdorfer Ausgleich (3:3/28.). Noch zwei weitere Male zappelte der Puck im Flemsdorfer Kasten: Schön (34.) und Schulz (35.) ließen die Schwedter auf einen Auftaktsieg hoffen.

Was dann allerdings die Haie im Schlussdrittel boten, war schon äußerst bemerkenswert: Nicht weniger als fünfmal ertönte ihr Torjubel, während der eigene Kasten in den letzten 20 Minuten komplett sauber gehalten werden konnte. Marcel Meißner (47.), Jens Scheer (48.), Nico Beyer (52.), Andreas Marschner (59.) und Thomas Koppe in der gleichen Minute rissen die Eisbären aus allen Siegträumen. Von diesem Trauma-Drittel können sie sich nun erst einmal erholen, denn am bevorstehenden Wochenende sind sie spielfrei. Nächster Gegner sind am 23. November die Lok-Hauptstädter.

Einmal knapp, einmal deutlich

Fünf Mannschaften, welche das Spieljahr 2018/19 auf den Rängen 6 bis 10 beendeten, bilden die „UEL II“ – diese spielt nach dem gleichen System, also einer Vorrunde im Modus jeder gegen jeden mit Hin- und Rückspiel. In den beiden Startpartien fielen insgesamt 29 Treffer, wobei es einmal knapp, einmal sehr deutlich zuging. Die Prenzlau Blizzards machten schon im Startdrittel gegen den Eishockeyclub 75 aus der Oderstadt Nägel mit Köpfen: Dreimal Finn Brammann (7., 11., 14.), Guido Illgen (1.), Jörn Bischoff (8.) und Ole Buhr (14.) legten in knapp einer Viertelstunde zur 6:0-Führung vor, ehe Volker Schulz für die Schwedter wenigstens das Drittel-Ehrentor gelang.

Umgekehrt im zweiten Abschnitt – jetzt trafen ausschließlich die Oderstädter, allerdings nur zweimal. Finn-Bardo Ackermann und Mike Sredak (beide 34.) verkürzten auf 3:6. In einem heißen Schlussabschnitt (sechs 2- und eine 5-Minuten-Strafe) brachten Peter Jahn (43.), Brammann (47.) und Christian Kristof den 9:3-Erfolg der Kreisstädter unter Dach und Fach.

Das erste Match dieser Staffel hatten die Freudenberg Ice-Devils knapp mit 9:8 gegen die Ueckermünder Lions für sich entschieden. Steven Pecker beim Team aus Vorpommern und Justin Mario Gohmert bei den Märkisch-Oderländern drückten der Partie mit jeweils vier Toren deutlich ihren Stempel auf.

Vier Partien an diesem Wochenende

UEL I: Lokomotive Berlin – Oder Griffins (Sonnabend, 18.30 Uhr); Eismammuts Uckermark – Flemsdorfer Haie (Sonntag, 11.30 Uhr)

UEL II: Prenzlau Blizzards – Ueckermünder Luions (Sonnabend, 21 Uhr); Eishockeyclub 75 – ESG Landin/Flemsdorf (Sonntag, 9 Uhr)⇥red