Eishockey: Nur die Oder Griffins sind noch ungeschlagen

In der Partie der Oder Griffins gegen die Schwedter Eisbären (11:3) macht Jaroslaw Nocun (l.) dem Oderstädter Marco Rohde den Puck streitig.
Oliver VoigtDas Quintett, das am Ende des Spieljahres 2018/19 die ersten fünf Ränge belegt hatte, tritt in der „UEL I“ an. In Hin- und Rückrunde werden jene vier Vertretungen ermittelt, die anschließend die Halbfinals bestreiten. Elf von 20 Partien sind bisher absolviert. In der letzten vor Weihnachten haben die Oder Griffins noch einmal ihre – mit dem Vorjahr vergleichbare – Vormachtstellung untermauert, indem sie die Schwedter Eisbären klar mit 11:3 bezwangen. Zweimal Mika Köhler sowie Jaroslaw Nocun und Anton Novikau hatten (bei einem Gegentreffer von Martin Pieper) bis zur zweiten Drittelpause eine 4:1-Führung für den Tabellenführer vorgelegt. Nocun und zweimal Novikau erhöhten im Schlussabschnitt auf 7:1. In den verbleibenden rund zehn Minuten gelangen den Eisbären durch Marco Rohde und Ralf Schulz noch zwei Treffer, aber Wojciech Gordziejewski, Arne Weinhold, Köhler und Novikau ließen das Resultat schließlich zweistellig werden.
Können Eisbären noch aufholen?
Die Oderstädter bleiben damit (einschließlich der „UEL II") die einzige Mannschaft, welche in dieser Saison noch keinen Sieg feiern konnte. Nun haben sie nur noch drei Möglichkeiten, um den derzeitigen 4-Punkte-Rückstand zu den Eismammuts und den Berliner Lok-Cracks aufzuholen. Sonst bleibt anschließend nur die Relegation gegen den Gewinner der „UEL II“, um den Abstieg in die „Zweitklassigkeit“ zu verhindern. Auf den ersten drei Rängen der „UEL I“ stehen derzeit genau jene Vertretungen, die vor einem Jahr in der gleichen Reihenfolge auch die Plätze 1 bis 3 belegten: Griffins, Flemsdorfer Haie und Eismammuts Uckermark.
Auch in der „UEL II“ gibt es nach elf von 20 Vorrundenpar-tien derzeit fast die identische Reihenfolge wie nach der Vorrunde im letzten Februar, als noch in einer Zehnerstaffel in einfacher Runde um die Plätze vor den entscheidenden K.o.-Partien gespielt wurde. Prenzlau Blizzards und Freudenberger Ice-Devils liegen mit jeweils 9 Punkten aus vier Begegnungen an der Spitze, der Eishockeyclub 75 (im Vorjahr mit nur einem Sieg aus den neun Partien der Vorrunde) hat diesmal ebenfalls bereits neun Zähler gesammelt, aber schon ein Match mehr absolviert.
Wer erreicht die Relegation?
Im letzten Spiel 2019 bezwang der Eishockeyclub (nach einem knappen 5:4 in der ersten Partie gegeneinander) die ESG Landin/Flemsdorf mit 7:3. Die klare Vorentscheidung fiel bis Mitte der Partie. Christian Becker (2.), Paul Müller (7.), Clemens Zöllner (15.) und Daniel Groß (18.) legten bis zur ersten Drittelpause zum 4:0 vor, Michael Brauchler (21.) und Müller (31.) erhöhten weiter, ehe dem Kontrahenten der erste Treffer (Steffen Zunke/33.) gelang. Im Schlussabschnitt kam die ESG durch Ken Sattler (45.) und Zunke (58.) weiter heran, ehe Brauchler den 7:3-Schlusspunkt setzte.
Es ist also ein spannender Kampf um Rang 6 für die Aufstiegsrelegation zu erwarten. Dabei dürfte es aber eine Sensation wie beim 2:15 der Prenzlauer gegen die ESG Landin/Flemsdorf (7. Dezember) kaum noch geben.
Insgesamt hat sich die von der Teammehrheit beschlossene Liga-Zweiteilung wohl zunächst als gut erwiesen, denn es gibt viel weniger eklatante Kantersiege, die mitunter zu einiger Langeweile auf dem Eis geführt hatten.
Die ersten Ligaspiele des neuen Jahres
In der sogenannten "UEL I" gibt es zum Auftakt am 5. Januar, 11.30 Uhr, die Partie der Oder Griffins gegen Lokomotive Berlin. Im ersten Duell beider Teams in dieser Saison hatte es ein knappes 9:7 für die Griffins gegeben. Am Wochenende darauf heißt es Flemsdorfer Haie – Eismammuts Uckermark und Lok Berlin – Schwedter Eisbären. In der "UEL II" stehen sich am 5. Januar ab 9 Uhr die Ueckermünder Lions und die Prenzlau Blizzards gegenüber (erstes Spiel 16:2).⇥jm