Eishockey
: Nur die Oder Griffins sind unbesiegt

Mit den Oder Griffins ist nach dem 9. Spieltag nur noch eine Mannschaft in der Uckermark-Eishockey-Liga unbesiegt.
Von
Carola Voigt
Schwedt
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  • Sucht Anspielstation: Anton Novikau (vorn) von den Oder Griffins setzt sich ab und kann ungehindert seinen Mitspieler bedienen.

    Sucht Anspielstation: Anton Novikau (vorn) von den Oder Griffins setzt sich ab und kann ungehindert seinen Mitspieler bedienen.

    Carola Voigt
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    Carola Voigt
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Die Flemsdorfer Haie stehen nach erst fünf Spielen mit zwölf Zählern auf Platz 3, punktgleich mit Lok Berlin und den Eismammuts Uckermark, die jeweils sechs Spiele bestritten haben. Die zweite Hälfte der Liga-Teams hat hat indes keine Chance mehr auf das Erreichen der Play-offs der besten Vier.

■Oder Griffins – Flemsdorfer Haie 15:4

In der Spitzenpartie Oder Griffins gegen die Haie stand es nach dem ersten Drittel völlig leistungsgerecht 3:3. Auf ihren Stamm-Keeper Kevin Just musste die deutsch-polnische Spielgemeinschaft krankheitsbedingt verzichten, hatte aber mit Michal Gladki einen spitzenmäßigen Ersatz zwischen den Pfosten.

Schon im Mitteldurchgang verloren die Haie völlig den Faden und kamen mit 3:9 unter die Räder. Dieser „Aussetzer“ zog sich auch über die dritten 20 Minuten hin. Den weiteren sechs Griffins-Treffern hatten sie auch nur einen eigenen entgegenzusetzen. Für die Griffins waren Anton Novikau (4 Tore), Jaroslaw Nocum (4), Leopold Gladki (2), Alexander Kunze (2), Max Kummer, Paul Herm und Oldie Ryszard Sidorowicz erfolgreich. Mit Sidorowicz stand nicht nur ein Spieler mit der Rückennummer 56 auf dem Eis – die Zahl ist sein Geburtsjahr und mit fast 63 Jahren (am 9. Februar hat er Geburtstag) traf er gleich in der ersten Minute der Partie. Die vier Zeitstrafen handelten sich drei Haie und ein Griffin erst im letzten Abschnitt ein.

■ESG Landin/Flemsdorf – Schwedter Eisbären 3:17

Mit einem haushohen Erfolg schlossen auch die Eisbären gegen die chancenlose Eishockey-Gemeinschaft diesen Spieltag ab. Die Eisbären legten einen 5:0-Rutsch im ersten Drittel hin. Erfolgreich war die junge Garde mit dem 16-jährigen Colin Conradi (3., 9., 13.) und Philipp Schön (11., 16.). Im Mitteldrittel baute Schön den Eisbären-Vorspung auf 6:0 aus (24.), ehe der ESG ein Treffer durch Andreas Bowitzky (36.) gelang. Schön (37.) und Michael Schwantes (40.) markierten den 8:1-Stand vor der letzten Pause. Im letzten Drittel tobten sich die Eisbären in punkto Tore schießen noch einmal aus. Der herausragende Schön servierte gleich mal drei Treffer in Folge zum 11:1 (42., 48., 50.), Nico Pfeiffer legte nach (51.). In kurzer Gegenwehr verkürzte der „Underdog“ zweimal (52., 54.), durch Kevin Mundt und Frank Nickel. Aber die Eisbären hatten noch nicht genug (12:2). Schön (54., 58.), Marco Rohde (55., 57.) sowie Ralf Schulz (59.) waren für die letzten fünf Treffer verantwortlich. In einer absolut fairen Partie gab es keine Strafen. Die Eisbären sind weiter auf Play-off-Kurs. Am kommenden Wochenende haben sie spielfrei.

■ Lokomotive Berlin – Eishockeyclub 75 15:9

Die Lok aus der Hauptstadt nimmt nach der unerwarteten Pleite gegen die Prenzlauer und der hohen Niederlage gegen die Oder Griffins langsam wieder Fahrt auf. Der Tabellenletzte Club leistete trotz der Favoritenstellung der Hauptstädter enormen Widerstand. Besonders im ersten Spielabschnitt war dieser zu spüren. Zwar legte die Lok mit drei Treffern vor (1., 4., 7.), doch der Eishockeyclub konnte durch Niklas Manke (8.) und Christian Becker (9.) auf 2:3 verkürzen. Dem vierten Lok-Treffer (9.). setzte Peter Dittmann einen entgegen (10.). Im Wechsel ging es weiter und so stand es nach dem ersten Abschnitt 6:4.

Doch in der zweiten Spielzeit wendete sich das Blatt. Wieder netzte die Lok sechsmal ein, aber der Club brachte nur zwei Tore durch Finn-Bardo Rickmann (23.) und Paul Müller (35.) im Lok-Kasten unter. Somit ging es mit einem 12:6 ins letzte Drittel. Dieses gestaltete sich wieder völlig ausgeglichen, denn jedes Team traf dreimal. Im Strafregister standen jeweils nur eine Zwei-Minuten-Strafe pro Drittel – auch hier ging es trotz der zwei engen Spielabschnitte fair zu.

■Ueckermünder Lions – Freudenberger Ice-Devils 8:6

Mit einem Sieg in der Tasche traten die Ueckermünder Lions die Heimreise an. Die Partie gegen die Freudenberger Ice-Devils war kampfbetont und ausgeglichen, endete 8:6. Einen Rückstand schon in der ersten Minute durch Paul Urbach haben die Spieler aus „Meck-Pomm“ gut verkraftet und glichen durch Stefan Michaelis aus (9.). Der Lions-Führungstreffer durch Andre Arndt (18.) wurde eine Minute später durch Sebastian Köhn egalisiert und so endete dieser Spielabschnitt 2:2.

Im Mitteldurchgang verschafften sich die Löwen mit drei Toren in Folge ein Polster (Carsten Krause/21., Stefan Koch/25., Uwe Lottenburger/27.), aber die Konzentration ließ nach und so kamen die Märkisch-Oderländer wieder durch einen Doppelschlag von Paul Urbach auf 4:5 heran (31., 33.). Der letzte Spielabschnitt hatte es in sich. Das allein zeigten die zehn Strafen (5:5). Die Lions konnten nochmals zwei Tore auf ihrem Konto verbuchen (Thomas Breitmoser/47., Krause/54.). Dem Devils-Anschlusstor (5:7/54., Niko Freier) setzte Breitmoser den letzten Lions-Treffer entgegen (56.). Eine Minute später stellte Paul Urbach mit seinem vierten Treffer den 6:8 Schlussstand her.

Den Höhepunkt der Partie gab es in der 55. Minute. Gleich vier Spieler handelten sich Strafen ein (Devils/Andreas Hille: 5 min/Spielausschluss, Lions/Matthias Kittel: Matchstrafe, Devils/Marco Melnyk: 2 min wegen Unsportlichkeit, Lions/Uwe Lottenburger: 2 min wegen übertriebener Härte).