Eishockey
: Penaltysieg für Lok-Cracks

Mit makellosen 21 Zählern aus sieben Partien sind die Oder Griffins nicht mehr aus dem Feld der besten vier Mannschaften nach der Vorrunde zu verdrängen.
Von
Jörg Matthies
Schwedt
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Hineingekniet und ersten Saisonsieg erkämpft: Der Schwedter Eishockeyclub 75 bezwang in der heimischen Eisarena die Ueckermünder Lions, deren Charsten Krause (rechts) hier vom Puck getrennt wird.

Carola Voigt

Mit makellosen 21 Zählern aus sieben Partien sind die Oder Griffins nicht mehr aus dem Feld der besten vier Mannschaften nach der Vorrunde zu verdrängen. Sie sind bisher das Maß der Dinge in der Liga und haben lediglich die Begegnungen mit Schlusslicht ESG Landin/Flemsdorf sowie den Schwedter Eisbären offen. Andererseits ist seit dem vergangenen Wochenende auch keine Mannschaft mehr sieglos.

■Lokomotive Berlin – Flemsdorfer Haie 8:7 (nach Penalty)

Das Spitzenspiel gab es am späten Sonnabend – und es musste sogar ins zusätzliche Penaltyschießen als Entscheidung gehen. Dabei sahen die Flemsdorfer Haie lange schon wie der sichere Sieger aus. Marcel Haucke legte frühzeitig vor (1:0/ 4.) und traf im ersten Drittel noch ein zweites Mal, aber die Hauptstädter konnten den Gleichstand durch Alexander Hruba und Georg Pyttel herstellen.

Der Mitteldurchgang brachte die vermeintliche Vorentscheidung zugunsten der „Haie“: Durch Treffer von Tony-Fränk Schultze, Michael Witmann, Janek Friedemann, Andreas Marschner und Marcel Meißner bei lediglich zwei Gegentreffern (beide durch Colin David Kirmse) stand vor der letzten Eispause ein scheinbar beruhigendes 7:4 an der Anzeigetafel in der Schwedter Eisarena.

Im dritten Drittel aber wollte die schwarze Scheibe einfach nicht mehr ins Berliner Tor. Pyttel (43., 48.) und David Wolff (54.) trafen vielmehr zum Ausgleich für das Lokomotive-Team. Weil bis zur Schlusssirene nichts mehr passierte, musste das Penaltyschießen her. Einzig Berlins Routinier Robert Ackermann brachte den Puck im Tor unter, sodass die Hauptstädter mit 8:7 gewonnen hatten. Zweifellos zwei ganz wichtige Punkte für das Erreichen der Play-offs. Wird den „Haien“ der eine Zähler helfen (?) – sie haben auf alle Fälle bei einem Punkt Rückstand zu Lokomotive noch ein Match mehr auszutragen, wobei durchweg schwere Gegnerschaft (auch die Prenzlauer sind theoretisch noch im Rennen) wartet.

■Freudenberg Ice Devils – Oder Griffins 3:19

Tabellenführer Oder Griffins hatte mit den Freudenberger Ice-Devils mal so überhaupt keine Probleme. Der klare Favorit ging durch Wojciech Gordziejewski und den aktuellen Liga-Torschützenkönig Anton Novikau bis zur siebenten Minute mit 2:0 in Führung. Nico Freiers 2:1 (11.) war nur eine kurze Korrektur, denn Gordziejewski, Novikau und Jaroslaw Nocun erhöhten bis zur Drittelpause auf 5:1.

Sogar mit 8:0 endete das Mitteldrittel: Novikau netzte noch dreimal ein, Leopold Gladki und Nocun kamen zu Torehren. Abgeschlossen wurde das Ganze durch einen Gordziejewski-Hattrick binnen drei Minuten. Im Schlussdurchgang kannte Novikau dann überhaupt kein Pardon mehr, denn er traf nicht weniger als fünfmal. Zwischendurch hatte sich Alexander Kunze beim 17:3 auch noch ins Torprotokoll eingetragen. Paul Urbach und Freier sorgten nur für geringfügige Kosmetik.

■Prenzlau Blizzards – ESG Landin/Flemsdorf 8:3

Eine 3:0-Führung in den ersten 20 Spielminuten legten die Blizzards aus der Uckermark-Kreisstadt gegen die Spielgemeinschaft hin. Uli Stüber (7.), Maik Voigt (16.) und Caja Fittkau (17./eine 17-jährige junge Frau in den Reihen des Prenzlauer Teams) markierten den Zwischenstand, dem zu Beginn des zweiten Drittels durch Ole Buhr das 4:0 folgte. Dann hatte sich die ESG so langsam gefangen und feierte drei Erfolgserlebnisse in Folge: André Kubik (43.), Andreas Bowitzky (33.) und Erik Lau (36.) stellten den 4:3-Anschluss her. Gab es doch eine Überraschung?

Die Kreisstädter fanden eine für sie gute Antwort: Eric Tackmann noch im zweiten Abschnitt sowie Frank Müncheberg (49.) und Buhr per Doppelschlag (49., 57.) ließen keinen Zweifel mehr aufkommen, dass die Blizzards ihre theoretische Chance aufs Halbfinale aufrecht erhalten.

■Eishockeyclub 75 – Ueckermünder Lions 9:7

Nun hat auch der Schwedter Eishockeyclub seinen ersten Saisonsieg gelandet. In einer lange spannenden Partie, die im Schlussdurchgang sogar 6:7 gegen die Oderstädter stand, sorgten Michael Brauchler, Niklas Manke und Clemens Zöllner für die Wende und den 9:7-Erfolg.

Nach dem ersten Drittel stand es 2:2 (EHC-Treffer durch Finn-Bardo Rickmann und Niklas Manke), ein 4:4 leuchtete nach 40 Minuten von der Anzeigetafel (Schwedter Tore durch Zöllner und Niklas Manke). Dann legten die Ueckermünder zum 6:4 und 7:6 vor, aber zweimal Manke brachte die Oderstädter auf 6:7 heran. Der Rest wurde bereits erzählt.