Eishockey: Steppkes, Frauen und Männer auf dem Eis
Der erste Sonnabend im neuen Jahr gehörte in der Eisarena erneut dem Verein Flemsdorfer Haie. Den gibt es inzwischen seit anderthalb Jahrzehnten. Diesmal wurde präsentiert, dass die Vielfalt der Angebote — von den Kids über die Damen bis hin zu gestandenen Eishockey–Männern — weiter ausgebaut worden ist.
Zum Turnier der Männer hatten sich die „Haie“ — ganz in Erinnerung an ihre Anfangsjahre — drei Mannschaften aus dem Kreis Märkisch–Oderland eingeladen, von denen inzwischen nur noch die Freudenberger Ice–Devils der regionalen Liga die Treue halten. Aber auch die Bralitzer Welse und die Falkenberger Eisvögel waren der Einladung gefolgt und legten sich (teilweise personell durch den Gastgeber unterstützt) bei ihren Spielen voll ins Zeug.
Andreas Bowitzky sorgte in der dritten Minute des Eröffnungsmatches zwischen den beiden Liga–Kontrahenten für den ersten Treffer des Abends — schließlich bezwangen die „Haie“ nach 20–minütiger Spielzeit die „Devils“ glatt mit 6:0. Es folgte ein 5:1 der „Welse“ gegen die „Eisvögel“, ehe die Eisfläche knapp zwei Stunden lang anderen Sparten des Vereinslebens gehörte.
Zunächst wurde es komplett weiblich: Das Team Hai–Heels aus dem Flemsdorfer Verein forderte den Partnerverein Wassersport PCK heraus. „Fast keine unserer Sportlerinnen, ansonsten zumeist als Kanutinnen im Trainings– und Wettkampfbetrieb, hat bisher jemals einen Eishockeyschläger in der Hand gehabt. Sie zeigen hier also echt Mut, sind aber auch sehr ehrgeizig“, meinte Trainerin Haryth Bowitzky, die das Team betreute. Katrin Stelse, Uta Dach, Theresa Rühlke, Maike Weidemann, Jenny Barsch, Katrin Beusel, Advena Kmiecek und Steffi Klemcke gaben ihr Bestes. Teilweise weitaus versierter waren da die Haie–Frauen, die sich größtenteils auch zum regelmäßigen Training treffen. Tessa Biesenthal, Mandy Scheibner, Luise Martin, Petra Vilöhr, Janine Munkelberg, Alice Paetsch, Sandra Schultze und Sandra Faust dominierten das Match auf die kleinen Pondhockey–Tore dann auch weitgehend, aber zweimal wurde auch auf der Gegenseite gejubelt. Am Ende hieß es 5:2 — am meisten freute sich Petra Vilöhr, die ansonsten ziemlich oft Bekanntschaft mit dem Eis schloss, über ihren Treffer zum 2:0.
Echt beeindruckend wurde es in der nächsten halben Stunde: Gerade einmal ein Jahr, teilweise erst wenige Monate, üben Mädchen und Jungen bei den Haie–Kids unter Anleitung von Mandy Scheibner sowie Maurice Hintze, Toni Schultze, Sven Ketzien und Andreas Bowitzki. Was sie dann bei Auszügen aus dem Trainingsprogramm an Können bereits demonstrierten, erntete reichlich Beifall. Als besondere Anerkennung durften dann die Versiertesten sogar ein richtiges Match gegen das (zugegeben nicht mit vollem Einsatz agierende) Team der Sponsoren aus den Firmen WG Systems, Montis, Beuer-mann & Partner, Marschner Hausverwaltung, Nico´s Autoservice und Siko Vermögensverwaltung bestreiten — und diese Partie gewannen die Kinder sogar mit 6:4! Da war die Freude natürlich groß. Einen Pokal als Anerkennung für enormen Fleiß nahm jeder mit nach Hause.
Mit den verbleibenden vier Begegnungen des Männer–Turniers wurde der Abend schließlich ab 20.30 Uhr fortgesetzt. Die Haie legten 11:0– und 4:0–Erfolge gegen die Falkenberger Eisvögel und die Bralitzer Welse nach und waren erwarteter Gewinner des Abends. Die Bralitzer hatten ihre vorletzte Partie mit 8:2 gegen die Freudenberger gewonnen und wurden somit Zweiter.
Nun geht es für die Herren der Schöpfung am Sonnabend (Beginn 18.30 Uhr) mit einem echten Liga–Kracher weiter: Im Vergleich der beiden einzigen ungeschlagenen Teams der Saison treffen sie auf die Oder Griffins.



