Eishockey: Titelverteidiger rettet sich ins Finale

Dichtes Gedränge um den Puck: Andreas Bowitzky (rechts) setzt sich gegen die Spieler des Eishockeyclubs durch.
Carola VoigtDer Titelverteidiger Eismammuts Uckermark hat sich im Halbfinale nach einem 1:1–Gleichstand (6:8, 8:3) nun im dritten Spiel gegen die Flemsdorfer Haie mit 8:6 durchgesetzt und steht erneut im Finale — trifft hier, wie schon vor zwölf Monaten, auf die Oder Griffins.
Aber die Oder Griffins sind gegenüber dem Vorjahr noch spielstärker und bisher ungeschlagen in dieser Saison. Das Endspiel (19 Uhr) und das Match um Platz 3 (16 Uhr, Flemsdorfer Haie gegen Schwedter Eisbären) werden am 30. März ausgetragen, ebenso die dritte Partie um Platz 5 zwischen Lok Berlin und den Prenzlau Blizzards (13:6, 7:9). Der neunte Platz ist nun nach zwei Spielen vergeben. Der Eishockeyclub 75 gewann zweimal gegen die ESG Landin/Flemsdorf (12:0, 2:1).
■ Flemsdorfer Haie — Eismammuts Uckermark 6:8
Nach einer klaren Ansage der Liga–Leitung nach Tumulten im zweiten Halbfinal–Match gingen die Teams sehr verhalten in die erste Spielzeit. Fast ereignislos verstrichen die ersten 20 Minuten — unterbrochen nur durch das 1:0 der Mammuts in der dritten Minute durch Alexander Hermann und das Beinstellen von Mammut Maik Fuhrmann in der 19. Minute. Im zweiten Abschnitt glichen die Haie durch Marcel Haucke zum 1:1 aus. Doch danach folgten drei Mammut–Treffer zum 4:1 (Mirek Majewski/23., Adam Dydek/31., Maik Fuhrmann/31.). Tony–Fränk Schultze verkürzte auf Haie–Seite (2:4/32.), aber mit dem nächsten Angriff gelang Majewski das 5:2 (34.). Schließlich sorgte Krzysztof Lawecki für die 6:2–Führung (39.). Bis hierher funktionierte die Taktik der Mammuts. „Unser Plan war ja, den Gegenspielern keinen Raum auf dem Eis zu geben. Das war sehr kraftraubend und ist uns in den ersten zwei Dritteln super gelungen“, erzählte Thomas Holzwarth. Erwähnt hat er auch noch die Top–Leistung seiner Mammut–Torhüter.
Im letzten Spielabschnitt schraubte Dydek per Doppelpack das Ergebnis auf 8:2 hoch (40., 42.). Doch nun zollten die Mammuts ihrem großen Einsatz Tribut und die Haie drehten auf, die in der 42. Minute zweifach durch Schultze und Sven Krenzin trafen (8:4). Marcel Meißner (45.) und Etienne Hohlfeld (58.) verkürzten auf 8:6, doch das Aufbäumen kam zu spät, die Zeit war um und somit büßten die Haie erneut, wie schon im Vorjahr, den Finalplatz ein und spielen nun um den Bronzeplatz gegen die Schwedter Eisbären.
■ Freudenberger Ice–Devils — Ueckermünder Lions 12:8
Mit einem 12:8–Erfolg im zweiten Play–down–Spiel gegen die Ueckermünder Lions haben sich die Freudenberger Ice–Devils die Tür zu Platz 7 weiter offen gehalten. Den ersten Vergleich gewannen die Spieler aus Mecklenburg–Vorpommern mit 10:9. Nun muss ein drittes Match her, welches am 23. März um 18.30 Uhr ausgetragen wird.
Die Devils gewannen dieses Match gegen die Löwen im zweiten Drittel, denn nach den ersten 20 Minuten lagen sie nur knapp mit 5:4 vorn. Hochmotiviert gingen die Teufel aus Märkisch–Oderland in den zweiten Abschnitt und trafen durch Alleinunterhalter Paul Urbach, der viermal den Puck versenkte (9:4). Raik Schwarz verkürzte eine Minute vor der Pause auf 5:9 (39.). Im letzten Abschnitt herrschte absoluter Gleichstand. Nach dem 6:9 folgten zwei Gegentreffer durch den nimmermüden Urbach (47., 48.). Die Löwen verkürzten, ehe Urbach den 12:8–Stand herstellte. Urbach trug sich neunmal in die Torschützenliste ein.
■ Eishockeyclub 75 — ESGLandin/Flemsdorf 2:1
Im Play–down–Kampf um Platz 9 ist im zweiten Spiel die Entscheidung zugunsten des Eishockeyclubs gefallen. Nach dem 12:0 in der ersten Partie folgte nun ein torarmes zweites Spiel mit drei Treffen in 60 Minuten. Für den Club traf Mike Stredak (10.), doch kurz darauf kam die ESG durch Bernd Karg zum Ausgleich (14.). Im zweiten Abschnitt passierte tormäßig nichts — nur drei Zwei–Minuten–Strafen (2:1) wurden wegen Bein stellen, Bandencheck und unsportlichem Verhalten verhängt. Im dritten Drittel sorgte Christian Becker für die 2:1–Entscheidung (49.).
