Der Fachkräftemangel in der Uckermark nimmt seit Jahren zu – auch dem Papierhersteller Leipa ist vertraut damit, doch eine Lösung ist gefunden worden: 18 qualifizierte Arbeiter beendeten erfolgreich eine Umschulung zum Papiermacher.

Sieben Monate Umschulung wegen Corona

Die Fortbildung wurde gemeinsam mit der Berufsschule in Altenburg, der Bundesagentur für Arbeit und dem Papierzentrum in Gernsbach als zertifizierte Ausbildungsstätte für 20 Teilnehmer geplant. Ursprünglich wurden sechs Monate für die theoretische und praktische Umschulung angesetzt – aufgrund der Corona-Pandemie musste sie auf sieben Monate verlängert werden.
Von März bis Oktober konnten die Umschüler abwechselnd ihr theoretisches Wissen in der Berufsschule in Altenburg ausbauen und wichtige Handgriffe an sämtlichen Papiermaschinen bei der Leipa in Schwedt erlernen. Die künftigen Mitarbeiter sollten nicht nur oberflächlich an die Materie herangeführt werden, sondern durch die Schulung zum „Papiermacher“ theoretische und praktische Grundlagen für vielfältige und zukünftige Entwicklungschancen bekommen.

Verschiedene Beweggründe zur Umschulung

Die Umschüler kamen aus verschiedenen Branchen, die Papierherstellung war für sie größtenteils Neuland. Die Teilnehmer waren teilweise Arbeitssuchende, die von der Bundesagentur für Arbeit, dem Jobcenter oder der Rentenversicherung auf das Angebot aufmerksam wurden. Ein Angestellter, der bereits bei der Leipa Georg Leinfelder gearbeitet hat, nutzte die Gelegenheit, um sein Wissen zu vertiefen. Drei weitere Mitarbeiter der Leipa Logistik wollten sich beruflich umorientieren. Der Altersdurchschnitt lag bei 39 Jahren. Der jüngste Teilnehmer war 24 Jahre und der älteste 59 Jahre alt.
Nun wurde der Fleiß der Umschüler belohnt, die ihr Zertifikat „2. Gehilfe“ erhielten und ihre Arbeitsverträge unterzeichneten. Jetzt startet für die neuen Kollegen die Schichtarbeit an den Papiermaschinen und der Altpapieraufbereitung.