Fußball
: Da lief schon eine Menge ziemlich rund

6:1 gegen einen gleichklassigen Gegner – der Kantersieg des Landesligisten FC Schwedt im letzten Test vor dem Rückrundenstart gegen den Penkuner SV (Fünfter der Landesliga Ost in Mecklenburg-Vorpommern) ist gelungen.
Von
Jörg Matthies
Schwedt
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Youngster als Sturm-Alternative? Nico Hanse (links) demonstrierte gegen den Penkuner SV mit zwei Treffern seine Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Gehäuse eindrucksvoll.

Jörg Matthies

Der Gast aus Penkun reiste nicht nur bloß zu zehnt an (Schwedts Markus Heise half aus und zeigte „im falschen Trikot“ ein durchaus engagiertes Spiel!), sondern ließ über weite Strecken auch Landesliga-Niveau vermissen. Noch nutzte das Heim-Team erste Lücken in der Gäste-Defensive nicht, dann aber bediente Johannes Abitz den diesmal als zunächst einzige Sturmspitze aufgebotenen Nico Hanse – der umkurvte noch zwei Abwehrspieler und versenkte die Kugel abgebrüht ins kurze Eck (1:0/15.). 20-minütiger Leerlauf folgte, ehe sich Philipp Büchner zu einem lupenreinen Hattrick binnen sieben Minuten aufschwang.

Zunächst versenkte er die Kugel bei einem direkten 22-Meter-Freistoß (noch leicht abgefälscht) zum 2:0 (37.). Dann nutzte er einen Penkuner Ballverlust im Spielaufbau, marschierte allein auf Keeper Mateusz Jarzabek zu und überwand diesen im zweiten Versuch (3:0/38.). Nur weitere fünf Minuten später segelte ein feiner Schlenzer von Manuel Fuchs in den Strafraum, mit einer direkten Volleyabnahme lupfte Ulrich den Ball zum 4:0 über den Schlussmann hinweg in die Maschen (43.).

Insbesondere in den letzten zehn Minuten vor dem Seitenwechsel hatten die Oderstädter – immer wieder angestachelt von Kapitän Nico Hubich – den Gast derart unter Druck gesetzt, dass dessen Defensive beinahe in ihre Einzelteile auseinanderfiel.

FCS-Keeper Bartosz Klonowski verlebte einen ruhigen Sonnen-Nachmittag auf dem schicken neuen Kunstrasenfeld, kurz nach Beginn des zweiten Abschnitts kassierte er aber den Gäste-Ehrentreffer, als die Platzherren allzu leichtfertig das Leder im Spielaufbau verloren (4:1/Maciej Czyzewski/51.). Auf der Gegenseite setzte Michal Adamczak den Ball aus zwölf Metern über das leere Tor (55.), dann wurde Penkuns Abwehr einmal mehr überflankt und Hanse erzielte seinen zweiten Treffer (5:1/56.). Die Partie trudelte so langsam aus, hatte im eingewechselten Youngster Christian Staatz (er flankte unter anderem Sekunden nach seiner Einwechslung präzise zum 6:1-Kopfball von Hubich/69.) noch einen weiteren auffälligen jungen Akteur.

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