Fußball
: FC Schwedt erreicht zweite Runde im Landespokal

Im Erstrundenduell zweier Landesligisten setzt sich der FC Schwedt mit 5:0 gegen Grün-Weiss Brieselang durch. Torlos gehen die Teams zunächst in die Halbzeitpause.
Von
Jörg Matthies
Schwedt
Jetzt in der App anhören

Schirmen den Gegner gut ab: Die beiden Schwedter Bjarne Zenk (Mitte) und Michal Adamczak (rechts) lassen Brieselangs Manuel Drescher (links) kaum zum Zug kommen.

Carola Voigt

Fast auf den Tag genau fünf Monate nach dem letzten Pflichtspiel hätte es beinahe einen fulminanten Auftakt gegeben: Als Christian Staatz mit seinem schwächeren rechten Fuß ins Zentrum flankte, kam Neuzugang Szymon Wierzchowski aus sechs Metern freistehend zum Kopfball, er nutzte nach 42 Sekunden den „Riesen“ aber nicht zur Führung. Auch wenn es gegen den vorjährigen Liga-Vorletzten, der immerhin fünf seiner acht Neuzugänge zu Beginn aufs Feld schickte, im weiteren Verlauf des ersten Abschnitts nicht übermäßig viele weitere Hochkaräter gab, wäre wohl doch eine Gastgeberführung zur Pause bereits verdient gewesen. Einige Male – nicht verwunderlich zum Saisonstart – fehlte noch die Feinjustierung. Die Hitze tat ihr Übriges und sorgte auch für die ein oder andere Unaufmerksamkeit der (nach Radeslaw Stasiaks Abgang) umgestellten Defensive – die insgesamt ziemlich harmlosen und nicht austrainiert wirkenden Gäste schlugen aber keinen Profit daraus.

Mit Nico Hanses eiskaltem Vollenden (1:0/49.) begann ein zweiter Durchgang, der angesichts der extremen Bedingungen beachtenswert lauf- und spielfreudige Platzherren bot. Die auf Corona-Abstand platzierten Zuschauer, die endlich ihren ersehnten Fußball wieder live erleben durften, honorierten etliche sehenswerte Stafetten mit Lob und Szenenapplaus. Neuzugang Wierzchowski, der nach Wiederbeginn deutlich zulegte, durfte sich über seine ersten beiden Treffer im FCS-Trikot (2:0/66.; 3:0/75.) freuen, Michal Adamczak mit präziser Vollendung aus 18 Metern ins rechte untere Eck (84.) und der eingewechselte Marcin Studzinski (86.) machten den Schwedter Neustart zum erhofft freudvollen Ereignis, der mit der Reise zum Dahme-Fläming-Kreispokalsieger in der 2. Runde des AOK-Pokals belohnt wurde.

Belohnung in Aussicht gestellt

„Gelingt dort am Sonnabend wieder eine solch überzeugende Vorstellung, lassen wir in der letzten Woche vor dem Punktspielstart vielleicht eine der drei Trainingseinheiten aus“, stellte Coach Lapinski als Prämie in Aussicht. Dagegen wird am heutigen Montag wie geplant trainiert, denn der Chef an der Außenlinie hatte trotz des Resultates einige Baustellen erkannt und wollte sich auch noch nicht festlegen, ob die Startaufstellung der Saison 2020/21 auch seiner „ersten Elf“ entspricht. Er freue sich, dass es auf etlichen Positionen mehr Konkurrenzkampf als in den zurückliegenden Spielzeiten gibt. Nach einem 5:0 war eines freilich nicht verwunderlich: Beim Schwedter Landesligisten geht man allenthalben optimistisch ins neue Spieljahr.

Uckermark

Alles Wichtige aus dem Landkreis Uckermark.

Schwedt: Bartosz Klonowski, Stephan Liermann, Lukasz Kargol, Nico Hanse (70. Patrick Büchner), Michal Adamczak, Bjarne Zenk, Szymon Wierzchowski, Manuel Fuchs (76. Michael Studzinski), Christian Staatz (82. Marcel Freitag), Nico Hubich, Philipp Ulrich