Fußball: Schwedter enttäuscht über Remis

Erzielte den Schwedter Ausgleich gegen den Tabellenzweiten: Philipp Ulrich (rechts), hier im Zweikampf mit Glienickes Björn Röchert, belohnte in letzter Minute das Anrennen der Platzherren auf dem Kunstrasenplatz am Park Heinrichslust.
Stefan CseviDie Gäste aus Glienicke hatten es wohl dem schwachen Schiedsrichter Maik Rieck zu danken, dass Torhüter Nikola Siljanowski und Sebastian Pillon das Spiel fortsetzen durften. Als die Schwedter noch in Unterzahl spielten und mehrfach Lukasz Kargols Einwechslung einforderten, nutzte der Gast seinen ersten Angriff zum 1:1 (Justin Hippe/28.).
Warum Referee und Assistent die nachfolgende Tätlichkeit von Hippe gegen FCS-Kapitän Nico Hubich zwar wahrnahmen, aber nicht ahndeten, bleibt eines der vielen Geheimnisse ihrer Leistung, verlautete vom Spielfeldrand. Dreimal Michal Studzinski (11., 17., 22.) und einmal Marcin Wawrzyniak (25.) hätten andererseits bereits zuvor längst für die Vorentscheidung zugunsten der Oderstädter sorgen müssen.
Nach dem Ausgleichstreffer riss dann der Spielfaden beim FCS vollends. Einzig durch Standards von Ulrich und nach einem Eckball auf den Kopf von Hubich wurde Gefahr erzeugt. Mit dem schmeichelhaften Unentschieden für die Glienicker ging es in die Kabine. Kuriosität des Tages: In der Halbzeit wechselten die Schiedsrichter – ohne den Teamverantwortlichen Gründe zu benennen. Selbsteinsicht ...?
Patzer im Spielaufbau bestraft
Die Platzherren kamen mit dem Willen aus der Kabine, das Match für sich zu entscheiden. Adam-czak und Wawrzyniak setzten die gegnerische Innenverteidigung unter Druck. Aber es kam, wie es kommen musste: In der Vorwärtsbewegung vertendelte Stephan Liermann den Ball an der Mittellinie – schnell ging es bei den Fortunen über Stefan Fritz und Hippe zu Fabian Schulze, der unbedrängt zum 1:2 einschob (50.). Wieder einmal eine Unkonzentriertheit nach der Pause!
Kurz schüttelten sich die Gastgeber, stellten Hubich in die Offensive und drängten mit zwei Stürmern auf den Ausgleich. „Die tolle Moral der Mannschaft und das stete, wenn auch oftmals zu hektische Anrennen wurde letztlich durch Ulrichs Freistoßtreffer in der Schlussminute belohnt“, würdigte Coach Uwe Zenk. Schulze hätte nach Foulspiel und Ballwegschlagen erneut den Platz verlassen müssen, doch es war eine weitere Szene, die fragwürdig bewertet wurde. Einen Aufsetzer von Ulrich fing dann Siljanowski im Nachfassen (90.+5).
Nach den drei Duellen gegen Teams aus dem aktuellen Führungsquartett gilt es in den kommenden Wochen nun gegen vermeintlich leichtere zu punkten, um den Platz im Mittelfeld sicher zu behaupten und allmählich wieder zu alter Spielstärke zu finden.
So spielt der Gastgeber und so geht es weiter
Aufstellung: Bartosz Klonowski, Stephan Liermann, Radoslaw Stasiak, Michal Adamczak, Bjarne Zenk, Benjamin Lemke, Marcin Wawrzyniak, Manuel Fuchs (29. Lukasz Kargol), Nico Hubich, Michal Studzinski (72. Markus Heise), Philipp Ulrich, nächste Gegner: am 14. März bei Schwarz-Rot Neustadt (11.), am 21. März zu Hause gegen Grün-Weiß Brieselang (15.)⇥red