Fußball: Verdienter Tor-Lohn fehlt

Über 90 Minuten dabei: Zu den drei Gastgeber-Akteuren, die im Flutlicht-Test des FC Schwedt gegen Stal Stettin am Mittwochabend durchspielten, gehörte Michal Adamczak (Mitte).
Jörg MatthiesDen vorletzten Test vor dem Rückrundenstart in der Fußball-Landesliga hat der FC Schwedt am Mittwochabend unter Flutlicht auf Kunstrasen gegen den polnischen Viert-ligisten Stal Stettin mit 0:2 verloren.
19 Spieler konnte Coach Uwe Zenk zum Einsatz bringen (Nico Hanse nach Verletzung von Marcus Rechenberger früher als gewünscht/34.) – lediglich Philipp Ulrich und Marcin Lapinski fehlten aus dem mittlerweile 20-köpfigen Spieler-Reservoire für das Landesliga-Team, das zunehmend jüngeren Charakter annimmt. Und die Youngster bewiesen auch gegen die sehr bissig zu Werke gehenden Ostseestädter, dass sie intensiv um Einsatzzeiten auch bei den Punktspielen kämpfen wollen. Insbesondere im zweiten Spielabschnitt entwickelten die Oderstädter Dauer-druck auf das Gäste-Gehäuse – es fehlte als Lohn nur ein Treffer.
Als Radeslaw Stasiak – bei einem Hubich-Freistoß von hinten einlaufend – das Leder via Lattenunterkante über die Linie beförderte, entschied der Assistent etwas zweifelhaft auf Abseits. Schade drum, auch wenn es nur ein Testspiel war. Weil dann die Polen bei ihrem einzigen Torschuss des zweiten Abschnitts auch noch das 0:2 erzielten (Gracjan Sylwestryk war wie beim leichtsinnig von Stasiak verwirkten Foulelfmeter der Torschütze/10. und 78.), konnte man nicht mehr von einem gerechten Spielausgang sprechen. Nico Hanse und Nico Hubich besaßen wohl die besten FCS-Möglichkeiten, doch Stal-Keeper Adrian Sadecki blieb Sieger.
Das Resultat aber war für Spieler und Verantwortliche sicher ohnehin zweitrangig, denn einige Erkenntnisse dürften die 90 Minuten bei Abend-Kühle sicher trotzdem gebracht haben. So beispielsweise, dass die Platzherren ein äußerst aufwendiges Laufspiel zeigten, nach der Pause mit einem intensiven Forecheking bewiesen, dass da eine Menge Einsatzfreude vorhanden war und zunehmend auch in der Defensive stabiler agierten.
Was freilich auch unübersehbar war: In vielen Aktionen fehlte die Präzision, zumal der Ball auf dem Kunstrasen mitunter ungewohntes Tempo annimmt oder ganz anders aufspringt. Auch die Abschlussgenauigkeit – wen wundert es bei einem 0:2 trotz zeitweilig klarer Überlegenheit – ließ zu wünschen übrig. Der Test zeigte jedoch, dass mit Manuel Fuchs (bis zur Pause) sowie später Neuzugang Michal Studzinski und Hanse durchaus offensive Alternativen vorhanden sind, um das Spiel der Oderstädter weniger ausrechenbar zu machen als mit der Solo-Spitze Marcin Lapinski. Der erweist sich als bester Liga-Torschütze des Teams allerdings nach wie vor als schwer ersetzbar.
Sonnabendmittag folgt der abschließende Test gegen Meck-Pomm-Landesligist Penkuner SV – dann will der FCS gerüstet sein für den Rückrundenstart in einer Woche gegen Neustadt.