Fußball: Viel Arbeit bis zum Rückrundenstart

Zweikampf: Marcus Rechenberger (vorn) setzt sich gegen Kenny Seidel durch. Im Hintergrund Eshagh Bayani.
Carola VoigtFußball-Landesligist FC Schwedt verlor sein erstes Testspiel in Vorbereitung auf die Rückrunde gegen den FSV Schorfheide Joachimsthal aus der Landesklasse Nord mit 1:2.
Das Resultat wurde von den FCS-Trainern Tomasz Lapinski/Uwe Zenk nicht in den Mittelpunkt gestellt. Mit Phillip Büchner, den Neu-A-Junioren Markus Heise, Christian Staatz und Stephan Liermann fehlten nur vier Spieler zum Auftakt. Als Investition in die Zukunft war es zu verstehen, dass mit sieben Spielern der Jahrgänge 1999/2000 eine blutjunge Start-Elf in den ersten Durchgang geschickt wurde. Zudem war mit Michal Studzinski ein Neuzugang dabei. Studzinski schnürte früher schon als Nachwuchsspieler seine Töppen für den FCS, spielte zuletzt beim UKS Moryn. Mit Bartosz Latuszek hat der FCS aber auch einen Winterabgang zu verzeichnen.
Die junge Garde wurde in der ersten Hälfte von Nico Hubich und Matthias Liermann aus der Verteidigung heraus unterstützt. Auf rutschigem Kunstrasen bei Nieselregen hatten beide Teams mit Standproblemen zu kämpfen. Einen Einwurf von Johannes Abitz leitete Nico Hanse direkt weiter zu Eshagh Bayani, dessen Flachschuss in den Armen des Gästekeepers Fabian Schröder landete (12.). Bayani verstrickte sich dann in ein unnötiges Dribbling mit drei Abwehrspielern und vertändelte den Ball (17.). Einen Freistoß von Hubich verfehlte der eingelaufene Liermann nur knapp (28.). In einen Fehlpass von Hubich sprintete Niclas Zameit hinein und zwang FSC-Keeper Bartosz Klonowski zu einer Glanzparade (39.). Fahrlässig unterstützten die Schwedter Abwehrspieler ein Quergelaufe von Zameit vor dem Strafraum, doch sein unbedrängter Torschuss landete bei Klonowski (42.).
Mit Beginn der zweiten Hälfte gab es sieben Wechsel im FCS-Team, nur Klonowski, Hubich, Bjarne Zenk und Marcus Rechenberger blieben auf dem Feld. Das erste Ausrufezeichen setzte Philipp Ulrich mit einem Freistoß, doch der Kopfball von Marcin Lapinski landete neben dem Tor (49.). Ein weiterer Freistoß von ihm verfehlte den Kasten (55.).
Moritz Fedders Freistoß auf der Gegenseite wurde wenig später eine sichere Beute von Klonowski (60.). Nachdem Lukasz Kargol vor dem eigenen Strafraum wegrutschte, eröffnete sich eine klare Torchance für die Gäste, doch Klonowski holte den Lupferversuch von Dennes Giernoth sicher runter (61.). Michal Adamczak vergab zweimal auf Oderstädter Seite (63., 66.). Aus dem Fünf-Meter-Raum jagte Gordon Hahn das Leder völlig unbedrängt weit über das Tor (67.).
Die Gastgeber nahmen sich in den Folgeminuten eine kurze Auszeit. Fedder setzte sich zunehmend in Szene, wurde dann durch ein Foulspiel gestoppt. Den Freistoß zirkelte er scharf und präzise um die Mauer herum zum 0:1 in die Maschen (70.). Die Schwedter ließen mehrere Chancen aus. Erst Patrick Büchner konnte nach 82 Minuten den 1:1-Ausgleich markieren.
Als die Schwedter unnötig den Ball im Mittelfeld verloren, ließ sich Fedder nicht lange bitten, umkurvte den Abwehrspieler und schob den Ball aus Nahdistanz ins lange Eck zum 1:2 (83.). Dem Gastgeber war der Siegeswille in den letzten Minuten nicht abzusprechen, doch Torschussmöglichkeiten wurden überhastet abgeschlossen. „Am Ende kamen wir zur Erkenntnis, dass wir auf der einen Seite bei der Vielzahl der jungen Spieler hoffnungsvoll in die Zukunft blicken können – andererseits haben gerade unsere Führungsspieler die Aufgabe, die „jungen Wilden“ an den Männerspielbetrieb heranzuführen“,sagte Lapinski.
