Gewichtheben
: Klasse Abschluss mit Malle-Trip belohnt

Mit einem überzeugenden 3:0 und 729,1:685,8 Relativpunkten gegen den Chemnitzer AC und dem zweiten Platz in der Gruppe B beenden die Gewichtheber des TSV Blau-Weiß Schwedt die Saison in der 1. Bundesliga. Als Dank für die herausragenden Leistungen springt nun ein Kurztrip nach Mallorca heraus.
Von
Carola Voigt
Schwedt
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  • Stärkster Oderstädter: Jon Luke Mau brachte mit 115 kg im Reißen und 154 kg im Stoßen 154 Punkte in die Wertung.

    Stärkster Oderstädter: Jon Luke Mau brachte mit 115 kg im Reißen und 154 kg im Stoßen 154 Punkte in die Wertung.

    Carola Voigt
  • Tolles Showprogramm: Die Schwedter Tanzgruppe "Phönix" präsentierte dem zahlreichen Publikum ein Augenschmaus.

    Tolles Showprogramm: Die Schwedter Tanzgruppe "Phönix" präsentierte dem zahlreichen Publikum ein Augenschmaus.

    Carola Voigt
  • Sieben im letzten Streich: Das Gewichtheber-Septett des TSV Blau-Weiß Schwedt gab am letzten Kampftag noch mal alles.

    Sieben im letzten Streich: Das Gewichtheber-Septett des TSV Blau-Weiß Schwedt gab am letzten Kampftag noch mal alles.

    TSV Schwedt
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Die Belohnung nach „Malle“ hatte ein anonymer Sponsor zu Saisonbeginn ausgelobt, wenn der zweite Gruppenplatz erreicht werden würde.

Bevor nun der letzte Kampf begann, präsentierte die Tanzgruppe „Phönix“ ein unterhaltsames Programm, welches bei den zahlreichen Zuschauern auf große Begeisterung stieß. Mit einer gut durchdachten Taktik startete der Gastgeber in den Wettkampf. „Wir haben uns natürlich im Vorfeld Gedanken gemacht, wie wir gegen die nicht ungefährlichen Chemnitzer, die bei guter Besetzung um die 780 Punkte machen, bestehen können. Deswegen haben wir mit hohen Anfangslasten begonnen“, erzählte TSV-Trainer Roland Taubert.

In der ersten Gruppe und der ersten Teildisziplin, dem Reißen, begannen Annalena Gürtler, Sandra Krause und Martin Adler. Gürtler war nach einer Grippe noch nicht ganz fit, schaffte aber drei gültige Versuche (32 Punkte). Krause (37,5) und Adler (43,4) war die Nervosität anzumerken. Beide patzten im ersten Versuch, erreichten dann sogar noch Saisonbestleistungen.

In der zweiten Gruppe starteten Jon Luke Mau, Ken Fischer und Robert Oswald mit hohen Einstiegslasten. „Alle lieferten in ihren ersten zwei Versuchen gut ab. Das jeweils ihr dritter Versuch misslang, war auch darin begründet, dass sich alle an neue Saisonbestleistungen versuchten“, erzählte der Team-Verantwortliche Jan Schulze. Nach dem Reißen lagen die Schwedter mit 20,4 Punkten in Führung. Mit diesem Zähler war der fehlende Punkt für den zweiten Platz eingefahren – aber das TSV-Team wollte den Sieg.

Im Stoßen stand für Gürtler nun Dennis Hansch auf der Bohle – und Hansch lieferte ab. Von 120 kg kam er auf 129 kg und fuhr damit 65,5 Punkte ein. Krause stellte sogar ihre Bestleistung ein. 57,5 Zähler steuerte sie zum Gesamtergebnis bei. Adler hob mit Bärenkräften eine neue Bestleistung (155 kg), die um fünf Kilo höher lag als die alte.

Den drei Hebern in der zweiten Gruppe gelang ein solider Einstieg. Mau begann mit 145 kg, steigerte um neun Kilo. Bei aufgelegten 160 kg scheiterte er, hatte aber 96,5 Punkte erzielt. Fischer startete mit 155 kg und steigerte um sieben Kilo (162). 167 kg verunglückten ihm. Ins Protokoll brachte er 78,4 Punkte. Oswald begann mit 175 kg. Mit der Steigerung um sieben Kilo und dem erfolgreichen Hochdrücken zog er den Chemnitzern endgültig den Nerv. Die aufgelegten 190 kg schaffte er zwar nicht mehr, hatte aber 90 Punkte auf das Teamkonto drauf gepackt.

Der Chemnitzer AC war zwar mit den beiden Gaststartern aus Lettland gut besetzt, die auch mit Weltklasseleistungen auftrumpften (180,6 und 156 Zweikampfpunkte), aber als Team war er nicht gleichmäßig genug besetzt. Für das Schwedter Team erzielte Jon Luke Mau mit 154 Zweikampf-Zählern die meisten.

„Unser Team ist hier heute als Mannschaft kompakt aufgetreten und hat so den Sieg unter Dach und Fach gebracht. Der Auftrag „Road to Malle“ wurde erfolgreich erfüllt“, freute sich Teamchef Schulze. Mitte Mai löst die Mannschaft die Prämie ein und fliegt nach „Malle“. Mit dem zweiten Platz in der Gruppe B zählt der TSV zu den vier besten Mannschaften Deutschlands.

„Ein dickes Danke noch mal an dieser Stelle für die Unterstützung durch Sponsoren und Fans“, so Schulze abschließend.