Gewichtheben
: Neue Struktur, neue Staffel – sechs bekannte Kontrahenten

Die Staffel der Oderstadt hat für die 2. Bundesliga gemeldet. Das Team wird fast identisch mit jenem der zurückliegenden Saison sein.
Von
Jörg Matthies
Schwedt
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Gewichtheber-Trainer Roland Taubert

Carola Voigt

„Unser zweiter Platz in Gruppe B der 1. Bundesliga, der bisher beste überhaupt, war nicht zu erwarten“, zieht Taubert noch einmal kurz Bilanz zur abgelaufenen Saison. Das habe er so auch nicht vermuten können, aber schon der 3:0-Auftakterfolg beim Berliner TSC habe irgendwie den Weg vorgegeben. „Und dass die Chemnitzer hinten heraus so schwächeln, war freilich auch nicht absehbar. Außerdem stand da als Anreiz für die Athleten immer im Raum, dass ihnen eine Abschlusstour nach Mallorca spendiert wird, wenn sie Zweiter werden. Vielleicht hat auch das die letzten Kilo noch herausgekitzelt“, vermutet der Coach, der den Inselflug dann übrigens nicht mit absolvierte.

„Begnadigung“ vom Verband

Sein Blick und der vom Bundesliga-Teamchef Jan Schulze geht indes längst in die nächste Saison. „Beim Bundesliga-Finale wurden wir mit der Aussage konfrontiert, dass man uns in die Landesliga zurückstufen wolle“, erinnert sich Roland Taubert. Dieser Entschluss entstand im zuständigen Verbandsgremium, nachdem die Oderstädter ihren Start in der neu strukturierten Eliteklasse aus guten Gründen abgesagt hatten.

Die 1. Bundesliga wird nämlich ab 2019/20 eingleisig. Neun Mannschaften treten dort an. Die Vorsaison galt auch als Qualifikation dafür. Wo reihten sich da die Schwedter ein? Genau auf Rang 9. „Nach einigen Gesprächen haben wir beschlossen: Das machen wir nicht mit – weil es etliche Vertretungen im Süden und weit im Westen der Republik geben wird, wäre das für unsere Abteilung nur schwer bezahlbar. Und sportlich ginge es für uns wohl um Rang 8 oder 9. Da entschieden wir uns für den Start in der zweiten Liga.“

Den wird es nun auch geben, nachdem es noch einmal ein Umdenken im Verband und eine „Begnadigung“ der Oderstädter gegeben hat. „Jetzt haben wir wohl eine sportlich und finanziell ordentliche Lösung, auch wenn sechs Wettkämpfe, also nur drei in heimischer Halle, schon ein bisschen wenig sind für eine komplette Saison“, meint der Coach und Abteilungsleiter. Sportlich sieht er die Oderstädter schon in der Favoritenrolle, „weil unsere Mannschaft in ihrer Besetzung fast komplett zusammen bleibt und einige Nachrücker ebenfalls eine gute Entwicklung nehmen.“

Die Einschätzung kann auch deshalb getroffen werden, weil es mit Fortschritt Eibau, dem Athletenteam Vogtland, dem AC Potsdam und dem AC Meißen sowie Empor Berlin und der KG Görlitz-Zittau bekannte Kontrahenten geben wird. Am 28. September ist der erste Wettkampftag – genaue Ansetzungen gibt es indes bisher noch nicht.

Bis auf Karl-Waldemar Schiffer wird das TSV-Team wohl in gleicher Besetzung wie bisher seine Wettkämpfe bestreiten können. Auch Olympia-2020-Kandidat Jon Luke Mau steht den Oderstädtern weiterhin zur Verfügung.