Handball: Angermünder Handballer trotzen Abschlussschwäche

Mit vier Treffern war Sven Kurth (r.) am hart erkämpften 26:23-Heimsieg der Angermünder gegen Hennigsdorf II beteiligt.
Carola VoigtIm Unterschied zu den letzten Spielen, in die man hellwach startete, verschliefen die Männer um Trainer Ringo Pohling den Beginn der Partie diesmal komplett, was in den ersten Minuten vor allem an inkonsequenter Abwehrarbeit lag. Zu oft offenbarte man in der offensiven 5:1-Deckung zu große Lücken. Die Gäste – darauf be-dacht, ihre Angriffe lange auszuspielen – fanden mehrfach erfolgreich den freien Mann (2:6/8.).
Danach fand der HCA besser ins Spiel und war in der Folge vor allem von den Außenpositionen erfolgreich. Beim 9:8 lagen die Angermünder dann erstmals selbst in Front. Die Dinge schienen den erwarteten Lauf zu nehmen. Irrtum! Während man in der Deckung nun aggressiver agierte und die Gäste zu schwierigen Würfen zwang, offenbarte der HCA vorn immer wieder Defizite im Abschluss. Eine Schwäche, die Hennigsdorf bis zur Pause konsequent bestrafte. So kam es, dass der HCA trotz deutlicher Überlegenheit nur mit 13:11 in die Kabine ging.
Scheer als starker Rückhalt
Nach Wiederbeginn knüpften beide Teams an die Vorpausen- Leistungen an. Nun kamen bei den Uckermärkern noch ungewohnte Schwächen im Spielaufbau hinzu. In der Vorwärtsbewegung schenkte man die Bälle zu schnell her (13:14, 14:16). Vom neuerlichen Rückstand angestachelt, spielten die Gastgeber ihre Angriffe nun wieder konzentrierter zu Ende. Fünf „unbeantwortete“ HCA-Tore stellten den Spielstand auf 19:16. Maßgeblichen Anteil an dieser Wende hatte – wie schon zuletzt in Finowfurt – Torhüter Tobias Scheer, der seinen Kasten für zehn Minuten sauber hielt und dabei einige hundertprozentige Chancen entschärfte.
Hennigsdorf musste, ohne personelle Alternativen, nun abreißen lassen, sodass die Partie beim Stand von 25:19 (58.) entschieden war. Danach ließen es die Hausherren merklich ruhiger angehen, wodurch die Gäste noch verkürzen konnten. Doch mehr als Ergebniskosmetik zum 26:23-Endstand sollte ihnen nicht mehr gelingen. So gab es – für das Selbstbewusstsein der jungen Truppe wichtige – zwei Punkte.
HCA: Tobias Scheer, Robert Riege – Maximilian Wolak (1 Tor), Christian Mercier, Adrian Riedel (5), Dennis Dziellack (3), Martin Brederecke (1), Luis Manthe (3), Lukas Branding (3), Daniel Wieland (6/4 Siebenmeter), Sven Kurth (4)