Handball
: Angermündes Handballerinnen unterliegen nur 18:21

Der HC Angermünde kassiert in der Handball-Oberliga die wenigsten Saison-Gegentore, verliert aber 18:21 gegen Grün-Weiß Werder.
Von
Jörg Matthies
Angermünde
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  • Auf ungewohnter Position erfolgreich: Elisa Dahlke kam diesmal vor allem als Rechtsaußen zum Einsatz und erzielte insgesamt acht Treffer, also fast die Hälfte der Angermünder Tore gegen den HV Grün-Weiß Werder.

    Auf ungewohnter Position erfolgreich: Elisa Dahlke kam diesmal vor allem als Rechtsaußen zum Einsatz und erzielte insgesamt acht Treffer, also fast die Hälfte der Angermünder Tore gegen den HV Grün-Weiß Werder.

    Oliver Voigt
  • Bärenstarke Leistung: Marta Zajaczkowska war bei vielen Würfen aus der zweiten Reihe und bei Siebenmetern erfolgreich zur Stelle.

    Bärenstarke Leistung: Marta Zajaczkowska war bei vielen Würfen aus der zweiten Reihe und bei Siebenmetern erfolgreich zur Stelle.

    Oliver Voigt
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Nach zwölf Minuten steht es 1:5

In der Startviertelstunde ging es in der Mehrzweckhalle teilweise „vogelwild“ zu. Der HCA kam so gar nicht mit der offensiven Deckungsvariante des Gastes zurecht, ließ sich immer wieder zu Fehlabspielen provozieren, nutzte nicht die Freiräume, welche die Grün-Weiß-Abwehrstrategie bot. Wie schon in den Wochen zuvor führten Fehlpässe zu einfachen Kontertreffern des Kontrahenten (1:5/12.). Ein eigener Siebenmeter wurde verworfen. Bald aber richteten sich die Angermünderinnen an der beeindruckenden Leistung ihrer Torsteherin auf.

Als knapp 18 Minuten gespielt waren, leuchtete ein 6:6 von der Anzeigentafel. Elisa Dahlke, diesmal zumeist als Außen in Aktion, fand ihr Wurf-Selbstvertrauen wieder und hatte wesentlichen Anteil an der Aufholjagd, die schließlich zum 10:12-Halbzeitstand führte, der hoffen ließ. Zur Erinnerung: Das Hinspiel hatte der HCA mit 16:34 verloren.

Strafwurf zur „Unzeit“ vergeben

Obwohl mit Janine Duckert und Eileen Reinicke beide Stamm-Außen fehlten, blieb der Gastgeber zuversichtlich für den zweiten Abschnitt. Eines wurde nun deutlich: Der Sprung aus der Kreis- in die Oberliga ist natürlich gewaltig. So sehr sich Amelie Seidel, Elisa Dahlke und Michelle Lindner – allesamt Leistungsträgerinnen beim HCA II – auch mühten, sie zeigten noch nicht den Mut, den man drei Spielklassen höher einfach braucht, um Wirkung erzielen zu können. Nichtsdestotrotz blieb der Gastgeber dran: 14:16 (40.) und 16:18 (48.) lauteten Stationen. Dann verwarf Dahlke ausgerechnet bei der Möglichkeit, den Anschluss herzustellen, einen Siebenmeter (50.) und Franziska Wein traf die Latte.

Beim 17:21 (54.) war „der Drops gelutscht“. Der letzte HCA-Treffer praktisch mit der Schluss-Sirene fand keine Anerkennung mehr.

„Es sind noch sechs Spiele – bleibt dran!“, motivierte Denny Reinicke nach dem Abpfiff die Mannschaft. Die beweist in einer Phase, in der ein Klassenerhalt nicht mehr zu schaffen ist, Moral. Das ist aller Ehren wert und wird von den Fans am 14. März, 4. und 25. April bei den verbleibenden Heimspielen sicher auch weiter honoriert. Punkte als Lohn sind dem Team zu wünschen.

Besetzung des HC Angermünde

im Tor:Marta Zajaczkowska, Uta Jähnke Feldspielerinnen: Carolin Raatz, Jessica Kletschkowski (1 Tor), Maren Kühn, Franziska Wein, Julia Baumann (1), Karolin Köder (4/davon 1 Siebenmeter), Petra- Sina Hahne (2), Elisa Dahlke (8/3), Elisa Branding (2/1), Amelie Seidel, Michelle Lindner Coaches: Denny Reinicke, Dirk Cavalier⇥red