Havarie bei Schwedt
: Nach Erdöl-Fontäne - Leck in PCK-Pipeline geschlossen

UPDATE 11.31 Uhr: An der Öl-Pipeline bei Gramzow ist das Leck geschlossen worden. Bei Arbeiten an einer Erdöl-Pipeline aus Rostock, die zur PCK-Erdölraffinerie in Schwedt gehört, war es zur Havarie gekommen.
Von
dpa
Gramzow
Jetzt in der App anhören
Öl-Pipeline in Brandenburg defekt

An einer Erdöl-Pipeline in der Uckermark bei Gramzow war es zu einer Havarie gekommen.

Carsten Koall/dpa
  • Leck an Öl-Pipeline bei Gramzow in Brandenburg wurde nach einer Havarie geschlossen.
  • Ölaustritt gestoppt, Ölfluss umgeleitet – Feuerwehreinsatz dauerte bis in die Nacht.
  • Pipeline gehört zur PCK-Raffinerie in Schwedt, Betreiber übernimmt weitere Maßnahmen.
  • Brandenburgs Umweltministerin besucht am Donnerstag den Unglücksort zur Lageeinschätzung.
  • Ausmaß der Schäden und Rettungsarbeiten noch in Klärung – weitere Infos folgen bald.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

An der Öl-Pipeline bei Gramzow in Brandenburg ist das Leck nach einer Havarie geschlossen worden. In der Nacht zu Donnerstag (11. Dezember 2025) beendeten die Feuerwehren zwischen 2 und 3 Uhr ihren Einsatz, wie ein Sprecher der Regionalleitstelle Nordost sagte.

Diese koordiniert Rettungs-, Feuerwehr- und Katastropheneinsätze. Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW) unterstützen derzeit noch vor Ort.

Nach rbb-Informationen sei der Ölaustritt gestoppt und der Ölfluss umgeleitet worden. Alles Weitere sei jetzt Aufgabe des Pipeline-Betreibers, der PCK-Raffinerie in Schwedt, heißt es weiter.

Brandenburgs Umweltministerin kündigt Besuch bei Gramzow an

Wieviel Öl ausgetreten ist, ist noch unklar. Brandenburgs Umweltministerin Hanka Mittelstädt (SPD) geht davon aus, dass zwischen 250.000 und 350.000 Liter ausgelaufen sein könnten, wie sie der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam sagte. Mittelstädt hat sich zu einem Besuch vor Ort angekündigt. Ministerin Mittelstädt sagte, nach dem Abpumpen und dem Abtragen von Erdreich sollten Proben entnommen werden. Es gehe um ein Monitoring, ob tatsächlich Grundwasser oder auch der Boden verunreinigt seien. Die SPD-Politikerin wolle sich am Donnerstagmittag bei Gramzow ein eigenes Bild vom Ausmaß der Schäden machen, teilte ihr Ministerium mit.

Der Öl-Austritt wegen des Lecks der Pipeline von Rostock nach Schwedt hat nach Angaben von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) keine negativen Folgen für die Versorgung. „Auf die Versorgungssicherheit hat es keine Auswirkungen“, sagte Woidke. Er bedankte sich bei allen Einsatzkräften für deren umsichtige Arbeit, um die Auswirkungen des Vorfalls auf die Umwelt zu minimieren. Nun müsse bei Tageslicht geprüft werden, wie groß die Auswirkungen seien.

Das Leck in der Pipeline, die von Rostock nach Schwedt führt, war am Mittwochabend (10. Dezember 2025) bei einem Arbeitsunfall entstanden. Die zuständige Raffinerie PCK in Schwedt teilte mit, nach ersten Erkenntnissen sei das Unglück durch vorbereitende Arbeiten für einen geplanten Sicherheitstest an der Pipeline verursacht worden. Eine absichtliche Fremdeinwirkung konnte demnach ausgeschlossen werden. Zunächst wurde gemeldet, dass mindestens 200.000 Liter Rohöl austraten.

Öl schoss an Pumpstation aus Leck viele Meter hoch heraus

Das Öl war laut Feuerwehr an einer Pumpstation aus einem kleinen Leck mit einem Druck von circa 20 Bar viele Meter hoch herausgeschossen und auf einem Acker gelandet. Stundenlang trat das Öl demnach aus.

Die Einsatzstelle sei noch in der Nacht an das PCK übergeben wurden, sagte Alexander Trenn, Gefahrstoffexperte vom Landesfeuerwehrverband. „Gestern wurde noch abgepumpt und so viel wie möglich Öl in die ganzen Saugwagen gepumpt“, sagte er. Als die Feuerwehren wegfuhren, seien zumindest auch die Ölpfützen weg gewesen. Etwa 100 Feuerwehrleute und 25 Mitarbeiter der PCK seien am Abend vor Ort gewesen.

Die weiteren Maßnahmen treffe nun PCK, sagte Trenn. Welche das sind, war zunächst nicht bekannt. Seitens des Unternehmens gab es dazu zunächst keine Angaben. Nach Abschluss der ersten Untersuchungen solle es weitere Informationen geben, teilte eine Sprecherin mit.