Hitler-Post von Peggy Lindemann
: Gegen AfD-Politikerin aus Schwedt wird ermittelt

Nach einem Hitler-Post hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen AfD-Kommunalpolitikerin Peggy Lindemann aus Schwedt eingeleitet.
Von
dpa
Prenzlau
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Kreistag Uckermark: Prenzlau, 25.09.2024: Peggy Lindemann, AfD

AfD-Politikerin Peggy Lindemann sorgte mit einem Beitrag mit antisemitischen Inhalten, in dem sie Sympathien für Hitler äußert, für einen Eklat. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Kreistagsabgeordnete der Uckermark und Stadtverordnete von Schwedt.

Oliver Voigt
  • Staatsanwaltschaft ermittelt gegen AfD-Politikerin Peggy Lindemann wegen Volksverhetzung.
  • Anlass: geteilter Reel mit Hitler-Verteidigung und „Stürmer“-Karikatur; später gelöscht.
  • Lindemann ist Stadtverordnete in Schwedt/Oder und Kreistagsabgeordnete Uckermark.
  • Sie entschuldigte sich auf Instagram und distanzierte sich vom Inhalt.
  • Antisemitismusbeauftragter stellte Strafanzeige und fordert ihren Rücktritt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wegen eines judenfeindlichen Beitrags ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Brandenburger AfD-Kommunalpolitikerin Politikerin. „Wir ermitteln gegen Lindemann wegen Volksverhetzung“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Cottbus. Darüber hinaus könne er nichts sagen. Zunächst hatte die „BZ“ berichtet.

Die Politikerin Peggy Lindemann hatte den Beitrag in den sozialen Medien geteilt - und sich nach Kritik dafür entschuldigt. In dem Reel (Kurzvideo) wird NS-Diktator Adolf Hitler indirekt verteidigt, auch eine judenfeindliche Karikatur aus der Nazi-Wochenzeitung „Der Stürmer“ ist zu sehen. Sie löschte den Beitrag und sprach von einem Fehler. Lindemann ist Mitglied der Stadtverordnetenversammlung (SVV) Schwedt/Oder und im Kreistag Uckermark.

Der Antisemitismusbeauftragte des Landes, Andreas Büttner, forderte Konsequenzen und stellte nach eigenen Angaben Strafanzeige. Büttner forderte ihren Rücktritt von ihren bekleideten politischen Ämtern.

Das sagt Lindemann selbst über den Hitler-Post

Der Antisemitismusbeauftragte Büttner sagte der Deutschen Presse-Agentur, ein im Video verbreiteter Spruch reproduziere eine klassische antisemitische Verschwörungserzählung, „die Juden entmenschlicht und historisch zur Legitimation von Gewalt beigetragen hat“. Büttner verwies auch auf antisemitische Symbolik in dem Video.

  • Der besagte Beitrag der AfD-Politikerin Peggy Lindemann beinhaltet Antisemitismus und Sympathien für Adolf Hitler.

    Der besagte Beitrag der AfD-Politikerin Peggy Lindemann beinhaltet Antisemitismus und Sympathien für Adolf Hitler.

    Screenshot/Instagram
  • Der besagte Beitrag der AfD-Politikerin Peggy Lindemann beinhaltet Antisemitismus und Sympathien für Adolf Hitler.

    Der besagte Beitrag der AfD-Politikerin Peggy Lindemann beinhaltet Antisemitismus und Sympathien für Adolf Hitler.

    Screenshot/Instagram
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Die AfD-Politikerin aus der Uckermark schrieb zu den Vorwürfen selbst auf Instagram, sie habe Reels zur Affäre um den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein von dem Profil geteilt. „Dabei war eine antisemitische Darstellung dabei, die ich in diesem Moment als solche nicht erkannt habe“, schrieb Lindemann weiter. „Als ich darauf aufmerksam gemacht wurde, habe ich diese unverzüglich gelöscht. Ich distanziere mich von der Art und dem Inhalt dieser Darstellung.“

Der Antisemitismusbeauftragte des Landes, Andreas Büttner, forderte Konsequenzen und stellte nach eigenen Angaben Strafanzeige. Zuvor hatte der „Tagesspiegel“ über den Fall berichtet.