Hund in der Uckermark: Wie eine Tierschützerin Straßenhunde in Rumänien rettet

Jenny Bantin engagiert sich ehrenamtlich für Hunde in Not – sowohl in der Uckermark als auch international. Ihre Hündin Kira kommt aus einem Tierheim in Rumänien.
Jenny Bantin- Jenny Bantin aus der Uckermark rettet Straßenhunde in Rumänien und engagiert sich für Tierschutz.
- Ihre Hündin Kira stammt aus einem rumänischen Tierheim und veränderte ihre Sicht auf Tierschutz.
- In Rumänien leiden viele Straßenhunde unter Misshandlungen und Tötungsgesetzen.
- Jenny setzt sich ehrenamtlich für Tierrettung Uckermark und Pfotenherz ein – Unterstützung ist willkommen.
- Sie warnt: Tiere sind keine Geschenke und erfordern lebenslange Verantwortung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wenn Jenny Bantin auf ihre Hündin Kira blickt, leuchten ihre Augen. In Kira hat die junge Frau aus der Uckermark nicht nur eine treue Begleitung gefunden – sondern auch eine Herzensaufgabe: den Tierschutz, regional wie international.
Noch vor wenigen Jahren war für Jenny Bantin klar: Ein Hund muss vom Züchter kommen – da weiß man schließlich immer, woran man ist. „Es war einfach selbstverständlich. Ich habe mir nie Gedanken gemacht, auch mal im Tierheim zu schauen“, erinnert sie sich. Somit nur logisch, dass sie ihre Labradorhündin Fine vom Züchter kaufte. Erst als sie sich mehr mit dem Thema Tierschutz beschäftigte, reifte der Wunsch, mehr zu tun – und ihre Einstellung geriet ins Wanken.
Eine Reise nach Rumänien veränderte alles für Jenny Bantins
Die Berichte über das Leid von Straßenhunden in Ländern wie Rumänien, wo noch immer ein Tötungsgesetz für Hunde gilt, ließen sie nicht mehr los. „Hunde werden dort eingefangen, oft misshandelt und in Tötungsstationen gebracht, wo sie nach 14 Tagen auf grausame Weise getötet werden – nur, weil sie niemand abholt“, berichtet sie. Lange traute sie sich nicht, selbst hinzusehen. „Ich dachte immer: Das halte ich emotional nicht aus.“ Doch irgendwann fasste sie Mut.
Im Frühjahr reiste Jenny mit der Tierschutzorganisation Pfotenherz nach Rumänien. Dort, in einem Tierheim, traf sie auf Kira – eine Schäferhund-Mischlingshündin, eingepfercht auf vier Quadratmetern, zusammen mit anderen Hunden, ohne Körbchen, auf dem blanken Boden. „Viele Hunde dort waren abgemagert, verängstigt, hatten kaum Chancen auf ein besseres Leben“, erzählt Jenny. Trotzdem: „Kira war fröhlich, aufgeweckt – und als wir uns sahen, war klar: Das ist Liebe auf den ersten Blick.“
Zurück in Deutschland organisierte sie alles für Kiras Adoption. Wenige Monate später zog die Hündin ein – und brachte Sonne ins Haus. „Sie ist so dankbar, lebensfroh, einfach ein Sonnenschein! Alle Vorurteile, die ich gegenüber sogenannten ‚Second-Hand-Hunden‘ hatte, sind weg“, erzählt Jenny Bantin. „Ob Hund vom Züchter oder aus dem Tierschutz – am Ende wollen beide nur eins: Geliebt werden und ihren Menschen glücklich machen.“
Tierschutz hört nicht an der Landesgrenze auf
Doch warum einen Hund aus dem Ausland holen, wenn doch auch in deutschen Tierheimen viele Tiere auf ein Zuhause warten? Jenny Bantin sieht darin keinen Widerspruch: „Tierschutz kennt keine Grenzen. Natürlich ist es sinnvoll, erstmal ins regionale Tierheim zu gehen. Aber in Ländern wie Rumänien ist das Leid oft noch größer, weil Tiere einen besonders niedrigen Stellenwert haben.“ Die Zustände, die sie dort gesehen hat, lassen sie nicht mehr los – und sie ist überzeugt: „Jeder kann helfen, egal ob regional oder international.“
Seit zwei Jahren engagiert sich die junge Frau ehrenamtlich bei der Tierrettung Uckermark und ist regelmäßig für die Tierschutzorganisation Pfotenherz aktiv. „Man muss nicht gleich ins Ausland fahren“, sagt sie. „Auch von zu Hause kann man viel tun: Beiträge in den sozialen Medien teilen, Kastrationskampagnen unterstützen, Versorgungsengel für ein Tier werden, mit Sach- oder Geldspenden helfen – oder einfach mal im Tierheim vor Ort fragen, wo Hilfe gebraucht wird. Selbst Gassigehen oder mal eine Stunde Zeit schenken, hilft enorm.“
Die Tierrettung Uckermark und die Tierschutzorganisation Pfotenherz können immer ehrenamtliche Helfer brauchen, so Bantin. Während die Tierrettung Uckermark sich auf die Rettung und Vermittlung aller Tiere in der Uckermark konzentriert, liegt der Fokus von Pfotenherz auf der Rettung und Vermittlung von Hunden in Rumänien. Mögliche Unterstützer und Menschen, die Geld- oder Sachspenden geben möchten, sind bei beiden Organisationen immer herzlich willkommen.
Tiere gehören nicht unter den Weihnachtsbaum
Doch bei aller Hundeliebe: Wer sich dazu entscheidet, einen Hund oder ein anderes Tier zu adoptieren, sollte sich der Verantwortung bewusst sein, mahnt Jenny Bantin. Gerade zur Weihnachtszeit werden Tiere immer wieder als Geschenk betrachtet und landen unter dem Weihnachtsbaum.
„Viele unterschätzen, was es bedeutet, Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen. Ein Hund oder eine Katze sind kein Spielzeug, das man nach den Feiertagen wieder abgeben kann.“ Wer wirklich ein Tier aufnehmen will, sollte sich vorher gründlich informieren, alle Eventualitäten bedenken und sich bewusst machen, dass die Verantwortung – auch finanziell und zeitlich – viele Jahre lang bleibt. „Kinder können vielleicht beim Füttern oder Spazierengehen helfen. Aber die Hauptverantwortung müssen immer die Erwachsenen tragen.“
Jedes Tier in Not hat eine Chance verdient
Für Jenny Bantin steht fest: „Es gibt so viele wunderbare Tiere, die eine zweite Chance verdienen – völlig egal, woher sie kommen. Nur weil man ihre Vergangenheit nicht kennt, heißt das nicht, dass sie schwierig oder gar böse sind. Sie wollen einfach geliebt werden.“
Ihr Appell: „Schaut in die Tierheime, unterstützt lokale und internationale Tierschutzvereine. Jeder kann dazu beitragen, das Leben eines Hundes oder anderen Tieres zu verändern – sei es durch aktive Mitarbeit, Spenden oder das Teilen von Informationen. Wir können nicht alle retten, aber für das einzelne Tier macht es die ganze Welt aus.“


