Hund in Neuruppin: Drama mit Happy End – Hündin Layla ist zurück in Oranienburg

Sie wurde vor mehr als vier Monaten einfach auf der Polizeiwache in Neuruppin abgegeben, der „Finder“ jedoch verschwand umgehend. Nun fand die wunderhübsche Schäferhündin zurück nach Oranienburg.
Jens KarraßEs war einmal eine bezaubernde Schäferhündin namens Layla, die im zarten Alter von zwei Jahren plötzlich und anonym bei der Polizei in Neuruppin abgegeben wurde. Die Geschichte dieser Hündin begann am 25. Juli 2023 und nahm eine Wendung, die niemand erwartet hatte. Nun ist sie wieder in Oranienburg.
Es war kurios: Unbekannte hatten die Schäferhündin im Wartebereich der Neuruppiner Polizeiwache abgesetzt und verschwanden unerkannt. Dieses Verhalten warf Fragen auf.
Das lange Warten auf ein neues Zuhause
Um den Besitzer oder wenigstens Interessenten ausfindig zu machen, wurde eine Öffentlichkeitskampagne gestartet. Nachdem Beiträge in den sozialen Medien sowie auf diesem Portal die Herzen vieler Hundeliebhaber erreicht hatten, gab es die Hoffnung auf ein glückliches Ende für die Vierbeinerin.
Die Situation gestaltete sich jedoch anders als erwartet. Sven Galle, als verantwortlicher Leiter des Tierheims Papenbruch zuständig für vermisste und entlaufene Hunde in der Umgebung von Neuruppin, berichtet von zwischenzeitlichen Interessenten, die die Hündin letztendlich wieder zurückgaben. Der Hund war für sie einfach zu stürmisch. Sven Galle vermutet, dass genau das auch der Grund für die Leute war, die das Tier einige Tage nach seinem Verschwinden bei der Polizei abgaben.

Sven Galle, der verantwortliche Leiter des Tierheims Papenbruch, berichtet von zwischenzeitlichen Interessenten, die die Hündin letztendlich wieder zurückgaben.
Jens Karraß„Sie wollten ihn vielleicht behalten, haben aber gemerkt, dass er doch ein bisschen anstrengend ist.“ Aufgrund dessen hätten sie sich auch nicht als Finder zu erkennen gegeben. „Es war eine Fundunterschlagung, den Hund einfach im Wartezimmer zu lassen“, so Sven Galle.
Ein Anruf, der alles ändert: Layla wird wiedererkannt
Mehr als vier Monate nach dem Verschwinden klingelt im Tierheim das Telefon. „Ein Kumpel des Besitzers hatte den Online-Artikel gelesen und die Hündin erkannt“, erzählt Galle. Er interessiere sich für den Hund und würde am nächsten Tag vorbeikommen. Er kam aber nicht.
Stattdessen rief der Besitzer an. Und jetzt kam Licht in das Dunkel der bislang so traurigen Geschichte. „Es war ihm einfach peinlich, sich nach so langer Zeit zu melden. Darum hatte er den Kumpel vorgeschickt.“ Hätte er doch aber gar nicht machen müssen, meint Galle. Für mich zählt doch nur, dass die Tiere zurück nach Hause kommen.
Nun wurden die Einzelheiten klar: Die Hündin ist 2,5 Jahre, heißt Layla, kommt aus Oranienburg. Der Besitzer hatte sie zwar chipen lassen, aber sich nicht beim Haustierzentralregister „Tasso“ registriert. Im Gespräch mit Sven Galle konnte er seinen rechtmäßigen Besitz durch Nennung der Chipnummer nachweisen.
Tränen der Freude: Laylas Wiedervereinigung mit ihrer Familie
„Am nächsten Tag kam der Besitzer und holte seinen Hund ab. Er war froh und überglücklich“, erzählt Sven Galle. Der Oranienburger hatte seine Layla immer bei sich: im Büro, im Auto zu Terminen, bei langen Ausläufen im Wald in der Umgebung der Oberhavel-Kreisstadt. Am 23. Juli 2023 war die Schäferhündin fort, hatte sich im Wald verlaufen. Aushänge in der Nähe ihres Einzugsgebietes brachten keinen Erfolg.
Inzwischen kehrte die hübsche Layla zu ihrer Familie mit den drei Kindern zurück. „Sie ist gleich reingehopst in seinen SUV, hat ihn wunderbar wiedererkannt“, sagt Hunde-Fachmann Galle.
Der Inhaber des Tierheims Papenbruch rechnet vor: 136 Tage war sie bei uns, mehr als vier Monate war das eine sehr traurige Geschichte. Doch jetzt habe es ein „Happy End“ gegeben.
Wer seine Arbeit unterstützen möchte, kann auf der Amazon-Wunschliste des Tierheims Artikel kaufen und spenden.
TIERPENSION & TIERHEIM
Sven Galle
Karstedtshofer Weg
316909 Papenbruch
Tel:03394/400160
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