Klimaschutz
: Schwedt bietet radelnden Pendlern kostenlose Fahrradboxen

Wichtige Projekte behält die Stadt Schwedt auch in der Pandemie-Krise im Blick, zum Beispiel den Klimaschutz. Deshalb gibt es am Bahnhof bald kostenlose Boxen für radelnde Pendler. Jüngst sind sie aufgestellt worden.
Von
Thorsten Pifan
Schwedt
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Die neuen Fahrradboxen am Bahnhof Schwedt MItte werden ab Mai vermietet.

Dietmar Rietz/MOZ

Die Pandemie verzögert allerdings den Start des Projekts. Paula Horn von der Stadtentwicklung sagt: „Wir planen, die Boxen ab Mai zu vermieten.“ Ja nach Dauer der Krise könne sich der Beginn der Vermietung auch nach vorn oder hinten verschieben. Die Boxen haben 33 000 Euro gekostet, das Projekt wird von der Europäischen Union zu 80 Prozent gefördert.

Eine Box für Tandems

14 Boxen haben eine normale Größe. Eine Box kann für Tandems oder Fahrräder mit Anhängern oder einem zusätzlichen Rollstuhl genutzt werden, erklärt Horn. Sie sei deutlich größer als die anderen Container. Für die Fahrradstellplätze müssen am Bahnhof fünf Parkflächen für Autos weichen. Die Idee zu dem Projekt entstand im Nachgang einer Umfrage bei rund 6000 Besuchern der Inkontakt-Messe im Mai vergangenen Jahres. Dabei war ein Bedarf an solchen Abstellmöglichkeiten festgestellt worden, sagt Müller.

Wenn das Projekt startet, können sich die Bürger an der Information des Rathauses eine Box mieten, erklärt Horn. Das Ziel ist es, ein Angebot für Pendler zu schaffen – und ausdrücklich nicht für touristische Zwecke. Daher sind Mietzeiten zwischen einer Woche und sechs Monaten vorgesehen. Gegen eine Kaution von 50 Euro sind die Boxen im Anlauf kostenlos zu nutzen. Interessenten müssen sich aber ausweisen können, bevor die Schlüssel ausgegeben werden.

Das Projekt der kostenlosen Fahrradboxen soll zunächst für ein Jahr laufen, sagt Müller. In dieser Zeit sollen das Nutzerverhalten und die Praktikabilität ermittelt werden. Auf den Prüfstand kommt anschließend auch die Möglichkeit, die Boxen kostenlos zu vermieten. Es gebe dann aber auch die Option, weitere Fahrradboxen aufzustellen, wenn klar werde, dass die Nachfrage nach solch einem Angebot groß ist.

In einem weiteren Schritt gebe es dann auch die Möglichkeit, das System über eine App anzubieten. „Das planen wir in der Startphase noch nicht“, sagt Horn. Die Stadt wolle zunächst den persönlichen Kontakt zu den Nutzern haben.

Über eine App wären zudem zusätzliche Verträge mit weiteren Dienstleistern nötig gewesen, weil die Stadt keinen Service rund um die Uhr abdecken könne. Das könne eventuell bei einer Ausweitung des Projekts berücksichtigt werden. Dann sei es auch denkbar, dass die Tourist-Info eingebunden wird und somit auch Besucher der Stadt und der Region die Möglichkeit bekommen, das Angebot zu nutzen.

Ganz wichtig ist auch, dass die Fahrradboxen nicht als Lager und abschließbarer Stauraum missbraucht werden. Horn sagt: „Das werden wir von der Stadt Schwedt regelmäßig überprüfen.“