Klimaschutz
: Schwedt investiert zwei Millionen Euro in die neue LED-Straßenbeleuchtung

In zwei Jahren soll Schwedt in einem ganz anderen Licht erstrahlen.
Von
Thorsten Pifan
Schwedt
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  • Startschuss für die Umrüstung der Beleuchtung in Schwedt: Zur Gründung der neuen Gesellschaft InfraSchwedt ließen die Stadtwerke die Stadtbrücke eindrucksvoll illuminieren. Die neuen LED-Leuchten sollen für ein besseres Klima sorgen.

    Startschuss für die Umrüstung der Beleuchtung in Schwedt: Zur Gründung der neuen Gesellschaft InfraSchwedt ließen die Stadtwerke die Stadtbrücke eindrucksvoll illuminieren. Die neuen LED-Leuchten sollen für ein besseres Klima sorgen.

    Oliver Voigt
  • LED-Straßenlaternen wurden bereits am Heinersdorfer Damm in Schwedt installiert.

    LED-Straßenlaternen wurden bereits am Heinersdorfer Damm in Schwedt installiert.

    Oliver Voigt
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Während der offizielle Start der Gesellschaft zum Jahresbeginn weitgehend unbeachtet blieb, haben die Schwedter den inoffiziellen Startschuss sehr wohl wahrgenommen. Denn zum 5. Dezember wurde die Oderbrücke zum ersten Mal in tollen Farben illuminiert. Das Datum war kein Zufall, verrät Dirk Sasson, der auch Geschäftsführer der neuen Gesellschaft InfraSchwedt ist. Denn in der Stadtverordnetenversammlung gab die Politik endgültig grünes Licht für den Start des Projektes.

Vorbereitung der Umrüstung

Ganz frisch hat jetzt der neue InfraSchwedt-Leiter Christian Heise seine Tätigkeit aufgenommen. Insgesamt besteht die neue Gesellschaft aus drei Mitarbeitern. Ihr aktueller Auftrag, die Vorbereitung der Umrüstung auf die LED-Technik sowie die Ausschreibung der Arbeiten. „Wir wollen bei dem Projekt auch viele lokale Handwerker einbinden“, sagt Sasson.

Mit der Umrüstung setzt die Stadt Schwedt einen Punkt des bereits vor einigen Jahren verabschiedeten Klimakonzeptes um. Rund 4000 Leuchtmittel, also Glühbirnen, müssen ausgetauscht werden. In einigen Fällen steht auch der Austausch der kompletten Lampen an, Leuchtkörper heißt das im Fachjargon.

„Teilweise müssen wir auch die Masten austauschen“, sagt Sasson. Die Gründe seien unterschiedlich. Manchmal seien die Masten einfach in die Jahre gekommen und sollen deshalb ersetzt werden, in anderen Fällen ist schlichtweg die Standsicherheit nicht mehr gewährleistet. Da die Stadtwerke Schwedt die Wartung der Straßenbeleuchtung aber ohnehin zu ihrem Aufgabenbereich zählt, ist im Hause bekannt, wo was gemacht werden muss.

Da InfraSchwedt und Stadtwerke Schwester-Betriebe sind, finde aber ein reger Austausch von Wissen, aber auch von Mitarbeitern statt. Sasson: „Wir nutzen die Kompetenz aus beiden Einheiten wechselseitig.“

Der Startschuss für den Austausch unter dem Dach der neuen Gesellschaft wird im März, spätestens im April fallen. Das hänge ein bisschen von der Witterung ab. Als erstes werde der südliche Abschnitt der Uferpromenade in Angriff genommen. Wie es dann genau weiter geht, steht noch nicht für alle Bereiche und Straßen fest. Das Gesamtkonzept müsse noch abgestimmt werden.

500 Lampen schon getauscht

Was auf die InfraSchwedt zukommt, dazu gibt es schon erste Erfahrungen. Denn die ersten 500 Leuchtmittel wurden bereits getauscht. Mit den LED-Leuchten lässt sich das Straßenprofil wesentlich passgenauer ausleuchten. Das bedeute im Umkehrschluss aber auch, dass es weniger Streulicht gibt. „Und davon haben in der Vergangenheit immer wieder einige Anlieger profitiert, deren Vorgärten auch von den Straßenlaternen ausgeleuchtet wurden“, sagt Sasson.

Nun könne es passieren, dass die Vorgärten künftig dunkler sind. Das habe bereits zu Beschwerden geführt. Allerdings sei es nicht Aufgabe der öffentlichen Hand, private Vorgärten oder Einfahrten auszuleuchten. Die neue Technik bringt aber auch ganz neue Möglichkeiten. So könnten zum Beispiel Gehwege, die Spaziergänger nur selten nutzen, mit Bewegungsmeldern ausgestattet werden. Sasson sagt: „Während das Licht dann im Normalfall gedimmt ist, kann die Beleuchtung aufgehellt werden, wenn dort Fußgänger langgehen.“