Lebensretter
: Wasserfeste Beleuchtung für Einsätze

Adler-Apotheke Angermünde unterstützt DLRG bei der Finanzierung neuer Technik.
Von
Oliver Schwers
Angermünde
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Rote Retter und weiße Helfer: Mitarbeiter der Adler-Apotheke Angermünde helfen der DLRG Uckermark bei der Finanzierung von dringend benötigter Einsatztechnik.

Oliver Schwers

Große Augen mitten in der Adler-Apotheke in Angermünde: Die Chefs – Bettina und Robert Dalchow – holen einen Scheck hervor und überreichen ihn den verdutzten Mitgliedern der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Die haben mit einem Betrag über 1000 Euro überhaupt nicht gerechnet. Ihr Kreisverband ist auf Spenden angewiesen, holt jedes Jahr kleine und große Beträge zusammen.

Diesmal haben die Kunden der Apotheke in die Tasche gegriffen und für einen Jahreskalender gespendet. Die Aktion hat bereits Tradition und gilt einem gemeinnützigen Zweck. Der Erlös soll nun den freiwilligen Lebensrettern zugute kommen. „Wir sind über einen Zeitungsbericht auf die DLRG aufmerksam geworden“, sagt Apothekerin Bettina Dalchow. „Und so haben wir uns bei der Kalenderaktion daran erinnert.“

Dass ein Sponsor direkt auf den Verein zukommt, sei doch recht selten, erklärt Christian-Uwe Neumann von der DLRG. Meist gingen die Mitglieder Klinken putzen. „Wir sind überrascht und glücklich.“

Seine Leute müssen nicht lange nachdenken, wofür die Spendenmittel eingesetzt werden. Ihre Wunschliste ist lang. Priorität hat gerade eine Beleuchtungsausrüstung für Nachteinsätze – wasserfeste Scheinwerfer, Taschenlampen und Zubehör für Boote und Personal. „Wir haben bei verschiedenen Veranstaltungen in den Abendstunden gemerkt, dass wir das dringend brauchen“, erzählt Christian-Uwe Neumann. „Und für drei Euro ist spezielle Technik in diesem Bereich nicht zu haben.“

Mehr als 700 Stunden waren die Ehrenamtler des Kreisverbands im vergangenen Jahr im, am und auf dem Wasser im Einsatz. Die Ausbilder brachten es auf 100 Stunden. 300 Stunden schlugen für Wartung und Instandhaltung der Technik zu Buche.

Zur Verfügung stehen neben dem Motorrettungsboot auch zwei Kajaks, um Veranstaltungen oder Einsätze auf besonders schmalen Gewässern oder im Nationalpark abzusichern. Auch das Umweltbewusstsein spielt eine Rolle.

Theresa Lücke hat gerade ihren Lehrgang zur Ausbildungsassistentin absolviert, finanziert über die DLRG. Als Kita-Erzieherin kann sie nun die See-Pferdchen-Kurse für Kinder und Jugendliche begleiten. Gerade die Arbeit mit Kindern hat sich die Gesellschaft auf die Fahnen geschrieben. Einen Teil ihrer Bekleidung und Ausrüstung zahlen die rund 20 Mitglieder aus eigener Tasche. Rettungswesten, Flossen, Brillen, Leinen, Paddel und andere Utensilien müssen für den Einsatz im Rettungswesen tauglich sein. Daher sind die Ehrenamtler dankbar für jede Spende, die sie für ihre Arbeit gewinnen können.