In nur sechs Wochen soll das Embargo für russisches Öl in Kraft treten. Wie es danach konkret für PCK und Schwedt weiter geht, das will das Theater in Schwedt mit seiner Talkreihe „Zukunft jetzt!“ thematisieren.
Nachdem die Politik monatelang Antworten schuldig blieb, überschlugen sich danach die Ereignisse mit der Treuhand-Verwaltung von Rosneft, Ausbauplänen für die Rostock-Pipeline, neuer Task-Force, Hoffnungen auf Öl aus Danzig und Kasachstan, einem millionenschweren Zukunftspaket für Schwedt und das PCK Schwedt sowie Warnungen vor Versorgungsengpässen und hohen Spritpreisen. „Es ist höchste Zeit, zu reden“, sagt Intendant André Nicke.

Brandenburgs Wirtschaftsminister Steinbach wird befragt

Am Montag (21. November) befragt Nicke dazu erstmals Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD), der in beiden Arbeitsgruppen zur Zukunft von Schwedt sitzt, im Bund und Land. Auch Taskforce-Chef Michael Kellner von den Grünen ist erstmals dabei (Hauptfoyer, Eintritt frei). „Wer dreht eigentlich konkret den Ölhahn zu?“, will Nicke unter anderem von ihm wissen. Viele Bürger können sich gar nicht vorstellen, was passiert, wenn das Öl aus der Druschba wirklich für immer ausbleibt.

PCK-Chef Ralf Schairer und die Schwedter Bürgermeisterin Annekathrin Hoppe (SPD) sind erneut Gäste des Talks und können hoffentlich für ihr Unternehmen und ihre Stadt konkreter antworten, wie es weiter geht. „Der Strukturwandel muss kommen, das weiß jeder“, sagt Nicke, „aber wir haben auch die Industrie und gute Bedingungen in Schwedt dafür. Jetzt muss da aber auch etwas starten und die Tür, die sich öffnet, durchschritten werden.“
Nachdem der Talk im September kurzfristig abgesagt wurde, weil damals Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck nicht konnte und man von Michael Kellner keine neuen Informationen erwartete, wird das Thema Ölembargo und seine Auswirkungen auf PCK und Schwedt inzwischen immer drängender. Auf die Sorgen der Schwedter, die sich auch auf immer mehr Demonstrationen äußern, werden zu Recht Antworten erwartet.